Winterversammlung des LOV
„Nicht einfach losreden“

Horstmar/Leer -

Die aktuelle Agrarpolitik und Wahlen zum Vorstand und Ortslandwirt standen im Mittelpunkt der Winterversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins bei Selker. Erster Vorsitzender wurde Berthold Tenkmann und Zweiter Berthold Uhlenbrock. Damit haben beide ihre vorherigen Positionen getauscht. Franz-Otger Schulze Iking bekleidet jetzt die Position des Ortslandwirtes in Horstmar, sein Stellvertreter ist Tono Schulze Isfort. Heinrich Wenning war drei Jahrzehnte Ortslandwirt in Leer und stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Dienstag, 05.12.2017, 08:47 Uhr
Nach den Wahlen zum LOV-Vorstand und den Ortslandwirten ergaben sich Veränderungen.  Nach 30 Jahren als Ortslandwirt stellte sich Heinrich Wenning (2.Reihe, 2.v.r.) als Ortslandwirt in Leer nicht mehr zur Wahl.
Nach den Wahlen zum LOV-Vorstand und den Ortslandwirten ergaben sich Veränderungen.  Nach 30 Jahren als Ortslandwirt stellte sich Heinrich Wenning (2.Reihe, 2.v.r.) als Ortslandwirt in Leer nicht mehr zur Wahl. Foto: Rainer NIx

„Wir pflegen unsere Tiere“, betonte Johann Prümers, Vorsitzender des WLV-Kreisverbandes während der Winterversammlung der Landwirtschaftlichen Ortsvereine (LOV) Horstmar/Leer in der Gaststätte Selker ein. Ohne dass es eindeutige Verdachtsmomente gebe, sei es nicht kritiklos hinzunehmen, dass Behörden wie das Veterinäramt Bauernhöfe unangemeldet kontrollierten. „Eine Anmeldung wenigstens einen Tag vorher gehört schließlich zum guten Ton“, so Prümers.

Nach wie vor steht die Landwirtschaft im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Prümers beschrieb, dass in Ställe eingebrochen, dort Fotos sowie Filme gemacht und unter Umständen meistbietend an Medien verkauft würden.

Rechtsanwalt Jörg Uennigmann machte deutlich, wie vielschichtig dabei die Rechtslage ist. „Ein Stalleinbruch ist Hausfriedensbruch“, sagte der Jurist. Es gebe in solchen Fällen jedoch auch Freisprüche, wenn ein „rechtfertigender Notstand“ vorliege. Dies sei der Fall, wenn auf Grund des Einbruchs Missstände aufgedeckt würden.

Prümers riet den Landwirten, „auf keinen Fall einfach loszureden“, falls jemand auftauche und behaupte er habe belastendes Material. Der Kreisverbandsvorsitzende empfiehlt, sich auf jeden Fall an die Kreisgeschäftsstelle zu wenden und Expertenberatung zu suchen.

Ein wichtiger Punkt des Abends waren die Wahlen zum LOV und zur Ortsstelle der Landwirtschafskammer. Erster Vorsitzender wurde Berthold Tenkmann und Zweiter Berthold Uhlenbrock. Damit haben beide ihre vorherigen Positionen getauscht. Thomas Fier bleibt im Amt des Kassiers und Schriftführers. Neue Beisitzer sind Christoph Schulze Steinmann, Olaf Große-Kleimann, Heinrich Wenning und Martin Overwaul. Wiedergewählt wurden Franz-Otger Schulze Iking, Tono Schulze Isfort, Heinz Blömer, Karl Erwering, Theo Kajüter, Markus Eppenhoff, Gerrit Lenfers, Wilhelm Thiemann und Michael Löbbering. Antonius Merker schied als Beisitzer aus. Neue Kassenprüfer wurden Bernd Kogenschott und Alexander Tenkmann.

Franz-Otger Schulze Iking bekleidet jetzt die Position des Ortslandwirtes in Horstmar, sein Stellvertreter ist Tono Schulze Isfort. Heinrich Wenning war drei Jahrzehnte Ortslandwirt in Leer. „Das ist genug“, betonte er und stellte sich nicht wieder zur Wahl. An seine Stelle trat Berthold Tenkmann, Stellvertreter ist Heinz Blömer.

Nach den Wahlen ging es um den Wasserschutz. „Weiterhin ein bedeutsames Thema“, so Prümers. Wichtig sei dabei, nicht über Gebühr Nährstoffe ins Wasser zu leiten, so der Kreisverbandsvorsitzende. Verbesserungen der Situation seien nur langfristig zu erreichen, eine „Trendwende“ der entscheidende Punkt. Landwirte müssten sich in der aktuellen Legislaturperiode zu Wort melden und die politische Landschaft mitgestalten.

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