Di., 05.12.2017

Abschied Trost für den „Schlussakkord“

Während des Festgottesdienstes in der Erlöserkirche sang der Evangelische Kirchenchor verschiedene Lieder. Diese stammten aus den Zeiten der bisherigen Chorleiter.

Während des Festgottesdienstes in der Erlöserkirche sang der Evangelische Kirchenchor verschiedene Lieder. Diese stammten aus den Zeiten der bisherigen Chorleiter.

Horstmar - 

Der Festgottesdienst anlässlich des 70-jährigen Bestehens war leider der letzte, den der Kirchenchor musikalisch bereicherte und ihn damit zu einem ganz besonderen „Fest“ werden ließ. „Schlussakkord“ nannte es Pfarrer Holger Erdmann in seiner Predigt. Die Redner des sich anschließenden Festaktes nutzten die Gelegenheit, sich bei der Sängergemeinschaft zu bedanken.

Von Anton Janßen

Der Festgottesdienst anlässlich des 70-jährigen Bestehens war leider der letzte, den der Kirchenchor musikalisch bereicherte und ihn damit zu einem ganz besonderen „Fest“ werden ließ. „Schlussakkord“ nannte es Pfarrer Holger Erdmann in seiner Predigt über die Offenbarung 5, 1-5.

Er betonte, dass die Ankunft Gottes, die die Menschen im Advent erwarteten, Trost bedeute. „Weine nicht“, heißt es dazu im entsprechenden Bibeltext. Das gelte für Vieles, das derzeit Trost bedürfe, erst recht für das Ende des Kirchenchores, das sicher so mancher an diesem Sonntag beklage. „Aber, es geht weiter“, so Pfarrer Erdmann. Daher sei es richtig, dieses Ende in den Advent zu legen mit seiner christlichen Botschaft.

Im Festgottesdienst brachte der Chor unter Leitung von Hans-Otto Kaufmann noch einmal Lieder aus den Zeiten der verschiedenen Chorleiter zu Gehör, so „Lobe den Herrn, meine Seele“, „Celtic Alleluja“ (Uta Reinke Rolinck), ein von Christopher Koch getextetes und vertontes Glaubensbekenntnis, „Du meine Seele singe“ (Satz: Kaufmann senior) und zum Schluss „Tochter Zion“ (Marga Wiedenmann).

Nach kurzer „Umräumpause“ schloss sich ein Empfang an, zu dem Vorsitzender Walter Heitbrink zahlreiche Gäste begrüßte und sich bei allen bedankte, die sich im Laufe der Jahre im und für den Chor engagiert haben.

In seinem Grußwort wies Pfarrer Erdmann darauf hin, dass Veränderungen im kirchlichen Leben ein „Normalfall seien, die oft wehtun, aber andererseits zeigen, dass Gott immer wieder ein neues Fenster öffnet“.

Stellvertretender Bürgermeister Ludger Hummert bedankte sich vor allem für die Mitwirkung bei verschiedensten Anlässen der Kommune, die die Stadt über den Ortskulturring immer gerne unterstützt habe.

Der Vorsitzende des „Freundeskreises zur Förderung der Chormusik in der evangelischen Kirchengemeinde in Horstmar“, Prof. Dr. Michal Beintker, lobte die Art, wie der Chor die Kirche immer wieder zum Klingen gebracht habe, so besonders auch 2010 mit der Aufführung der Osterkantate von Christopher Koch und den ökumenischen Brückenschlag zum Chor der Selbstständigen evangelisch-lutherischen Kirche (SELK) und katholischen Gastsängern.

Prof. Dr. Anton Janßen, Vorsitzender des Ortskulturringes, erinnerte noch einmal daran, wie wichtig es für die Vertriebenen, die Ende des Zweiten Weltkriegs nach Horstmar gekommen sind, gewesen sei, durch aktives Leben in kirchlicher Gemeinschaft den Schmerz über den Verlust der Heimat zu überwinden Er bedankte sich beim evangelischen Kirchenchor, der mit zu den Gründern des Ortskulturringes Horstmar 1959 gehört habe, für die Aktivitäten über die Kirchengemeinde hinaus bei vielen anderen kulturellen Veranstaltungen weltlicher und kirchlicher Art mitgewirkt habe.

Grüße sandten Pfarrdechant Johannes Büll und Kantorin Simone Schnaars vom Kirchenkreis.



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