Di., 13.03.2018

Sanierung wird teuer Bürger werden um Spenden gebeten

Der Vorsitzende der Antoniusbruderschaft, Heinz Schütte (l.), und Pfarrdechant Johannes Büll (2.v.l.) haben die Mitarbeiter der Firma Dirks aus Billerbeck in die Baustelle Antoniuskapelle auf dem Schöppinger Berg eingewiesen.

Der Vorsitzende der Antoniusbruderschaft, Heinz Schütte (l.), und Pfarrdechant Johannes Büll (2.v.l.) haben die Mitarbeiter der Firma Dirks aus Billerbeck in die Baustelle Antoniuskapelle auf dem Schöppinger Berg eingewiesen.

Horstmar - 

Die umfassende Sanierung und Renovierung, die nach dem Lkw-Unfall für die Antoniuskapelle auf dem Schöppinger Berg vorgesehen ist, wird teuer. Die Unfallschäden übernimmt eine Versicherung, aber die übrigen Maßnahmen, deren Kosten auf rund 75 000 Euro geschätzt werden, muss die Kirchengemeinde St. Gertrudis tragen. Pfarrdechant Johannes Büll und der Vorsitzende der Antoniusbruderschaft, Heinz Schütte, hoffen auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung.

Von Franz Neugebauer

Die Renovierungsarbeiten an der An­toniuskapelle auf dem Schöppinger Berg haben begonnen. Ein Lkw-Fahrer, der in den frühen Morgenstunden des 3. Januars von der Landstraße 579 abgekommen und in das Gebäude gerast war, hatte dieses dabei stark beschädigt (wir berichteten).

Die Firma Dirks aus Billerbeck wird die Außensanierung des Bauwerkes vornehmen. Die Schwierigkeit dieses Auftrages besteht darin, die historische Baukonstruktion zu erhalten und die noch vorhandenen und nicht beschädigten Bruchsteine fachgerecht zu vermauern.

Außerdem müssen noch weitere Steine geliefert werden, da einige derart deformiert waren, dass keine weitere Verwendung mehr möglich ist. Es handelt sich um den weichen Baumberger Sandstein. Architekt Gereon Rasche bezeichnet die Steine als „edles Material“.

„Wenn wir schon einmal renovieren, dann gleich vernünftig und insgesamt“, hatte es während der Jahreshauptversammlung der Antoniusbrüder am Wochenende geheißen (wir berichteten). So soll eine Schädlingsbekämpfung am Altar erfolgen. Zudem müssen Fenster ersetzt werden. Würmer haben am Holz genagt. Die Konstruktion hat sich verschoben und wird wieder zurecht gerückt.

Außerdem gilt es, den Innenraum der Kapelle von Schutt und Staub zu befreien. Die Oberflächen der Holzteile müssen ausgebessert werden, darüber hinaus ist eine farbliche Ausbesserung notwendig. Die Restaurierung wird die Firma Markus Schmidt aus Laer vornehmen. Begleitet werden alle Arbeiten vom Denkmalpflegeamt in Münster.

„An der Kapelle besteht ein großes öffentliches Interesse“, so Pfarrdechant Johannes Büll. Für zahlreiche Menschen sei sie ein Ort der Ruhe und des Gebetes. Viele Besucher nutzten sie dazu, um mit sich und mit Gott ins Reine zu kommen. Die Eintragungen im Gästebuch ließen darauf schließen, so der Seelsorger.

An den Kennzeichen der geparkten Autos könne man erkennen, dass viele der Gäste auch von weither kommen. Schon jetzt ist die Kapelle wieder geöffnet. Die Firma Dirks aus Billerbeck wird die Arbeiten in rund vier Wochen abschließen.

Nicht unerheblich werden die Gesamtkosten der Maßnahme sein. Sie belaufen sich nach Angaben des Architekten Gereon Rasche auf rund 75 000 Euro. Die Unfallschäden werden von einer Versicherung übernommen. Die Kosten für die Innenrenovierung kommen allerdings auf die Pfarrgemeinde St. Gertrudis zu. Pfarrdechant Büll hofft auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung.

Überweisungen können ab sofort auf das Konto mit der IBAN-Nummer DE 82 4035 1060 0014001010 bei der Zentralrendatur Steinfurt mit dem Verwendungszweck Antoniuskapelle erfolgen. Spendenbescheinigungen werden bei Bedarf ausgestellt.



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