50 Jahre verheiratet
Sandkastenfreunde werden Ehepaar

Horstmar -

Im Namen der ganzen Stadt hat Bürgermeister Robert Wenking am Karfreitag den Eheleuten Eduard und Agnes Lange, geb. Sieland, verwitwete Diete, zur goldenen Hochzeit gratuliert. Wenking lobte insbesondere das Engagement der Jubelbraut. Sie war zehn Jahre im Rat der Stadt und während dieser Zeit als Schriftführerin der CDU-Fraktion politisch aktiv.

Mittwoch, 04.04.2018, 16:42 Uhr
Bürgermeister Robert Wenking (l.) mit dem Goldpaar Eduard und Agnes Lange und deren Tochter Sigrid.
Bürgermeister Robert Wenking (l.) mit dem Goldpaar Eduard und Agnes Lange und deren Tochter Sigrid. Foto: Franz Neugebauer

Agnes Lange singt seit geraumer Zeit im Kirchenchor von St. Gertrudis und gehört der Horstmarer KfD an. Viele kennen sie auch noch aus ihrer 31 Jahre langen Tätigkeit im Landhandel Rotermund an der Bahnhofstraße.

Das Jubelpaar stammt aus Effelder, eine Gemeinde im Nordwesten Thüringens. „Wir haben schon im Sandkasten miteinander gespielt, hätten aber nie daran gedacht, ein gemeinsames Leben zu führen“, berichten beide. Ihr Leben hatte sie nämlich in verschiedene Himmelsrichtungen verschlagen. So lebte Agnes Lange, die mit sieben Geschwistern aufwuchs, ein Jahr bei ihrer Schwester in Amerika.

Ihr erster Mann Franz Diete, mit dem sie drei Jahre verheiratet war, war gerade verstorben. Durch Bekannte war dann eine Verbindung nach Horstmar entstanden. „Ich lebte mit meiner Tochter in Horstmar in bescheidenen finanziellen Verhältnissen“, blickt Agnes Lange zurück. Man habe dennoch eine tolle Nachbarschaft gehabt.

Eduard Lange wuchs mit fünf Geschwistern auf. Nach Jahren in der Landwirtschaft war er in einem Salzbergwerk beschäftigt. 1961, kurz vor dem Mauerbau, floh er nach Westdeutschland. Der Jubelbräutigam verdiente seinen Lebensunterhalt damals zunächst im Kohlebergbau in Aachen und nach dem Umzug nach Horstmar 18 Jahre in einer Möbelfabrik in Legden. Anschließend war 25 Jahre als Busfahrer auf Achse.

Auf einem Treffen mit Landsleuten aus Thüringen in Bochum haben sich die beiden 1965 wiedergesehen. „Dort hat es gefunkt“, erinnern sie sich.

13 Jahre haben sie in der Königstraße gewohnt. Dann wurde 1971 das Eigenheim am Amselweg gebaut.

Das Ehepaar erinnert sich an viele schöne Reisen, einmal sogar mit dem Zug nach Russland. „Am schönsten ist es doch zu Hause,“ bekräftigen beide. Dort hält sie die Gartenarbeit fit. Sie lieben die Geselligkeit und haben bei der Schützengesellschaft Concordia sogar das Königs- und Kaiserpaar gestellt. Neben zwei Kindern sind die beiden Enkelkinder ihr ganzer Stolz. Dank der Initiative des Jubelpaares gibt es freundschaftliche Verbindungen zwischen Horstmar und der Gemeinde Effelder, die insbesondere von den Feuerwehren beider Orte gepflegt werden.

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