Wahrer Musikgenuss
Akteure glänzen durch Brillanz

Horstmar -

Ein hochkarätiges Konzert, begonnen mit dem Krönungsmarsch „Crown Imperial“ von William Walton führte das Jugendorchester Havixbeck am Sonntag in der Pfarrkirche St. Gertrudis auf. Lukas Maschke begleitete die Bläser an der Orgel. Der Auftritt stand unter der Leitung von Rainer Becker. Eingeladen dazu hatte der Förderkreis St. Gertrudis.

Dienstag, 10.04.2018, 12:44 Uhr aktualisiert: 10.04.2018, 15:58 Uhr
Am Sonntag hallte das Gewölbe der Horstmarer Pfarrkirche von der Musik des Jugendorchesters und der Orgel wider.
Am Sonntag hallte das Gewölbe der Horstmarer Pfarrkirche von der Musik des Jugendorchesters und der Orgel. Foto: Nix

Ein hochkarätiges Konzert, begonnen mit dem Krönungsmarsch „Crown Imperial“ von William Walton führte das Jugendorchester Havixbeck am Sonntag in der Pfarrkirche St. Gertrudis auf. Überschattet war das musikalische Highlight, zu dem der Förderkreis St. Gertrudis einlud, vom schrecklichen Amoklauf am Samstagnachmittag in Münster.

Zu Beginn gedachte Pfarrdechant Johannes Büll der Toten und Verletzten, deren Angehörigen, aber auch des Täters. „Es ist schwer, sich nach dem furchtbaren Ereignis auf ein Osterkonzert einzustellen“, meinte der Seelsorger und sprach gemeinsam mit allen Kirchenbesuchern ein „Vaterunser“.

„Christ ist erstanden“ und „Das Grab ist leer“ gehören für mich zu den schönsten Osterliedern überhaupt“, bekannte der Geistliche. Letzteres sang das Publikum zum Klang des Orchesters unter Leitung von Rainer Becker und Lukas Maschke an der Orgel.

Die Stückeauswahl ließ sowohl das Orchester als auch die Orgel jeweils allein sowie im Verbund zur Geltung kommen. Dabei beeindruckte besonders die Atmosphäre, die durch pointierte musikalische Akzente den Auftritt bestimmte. So zum Beispiel bei der Interpretation von „Der Traum des Oenghus“ nach einem Poem einer Sage von der „Grünen Insel“ Irland.

Der mächtige Klang von Posaunen und Hörnern setzt eine Traumvision in Klanglichkeit um, komponiert von Rolf Rudin. Sowohl die zarten als auch die herben Passagen setzten die 60 junge Blasmusiker hervorragend um.

Die Ostersequenz „Victimae Paschali Laudes“ pries das Ostergeheimnis. Hier glänzte Lukas Maschke an der Orgel durch eine besonders eindringliche Interpretation.

Musik war für den Komponisten des Werkes, Charles Tournemire, ausschließlich ein Mittel zur Verherrlichung Gottes. Auch die Zuhörer spürten diese besondere Intention in den mächtigen Klängen des Instrumentes. Hier brillierte die Orgel als „Königin der Instrumente“ ganz besonders. Die Serenade von Derek Bourgeois vereinte dann die Klänge von Orchester und Orgel.

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