Vivat, Vivat
Doppelte Grund zum Feiern

Horstmar-Leer -

Doppelten Grund zum Feiern hatten die Schwestern des Hauses Loreto am Freitag. Gleich zwei ihrer Mitschwestern feierten die Vollendung des 90. Lebensjahres. Es waren Schwester Matilde und Schwester Lamberta. Zur Feier in der Cafeteria des Ordenshauses waren auch Pfarrdechant Johannes Büll und der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert gekommen.

Freitag, 13.04.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 18.04.2018, 08:20 Uhr
Pfarrdechant Johannes Büll, Schwester Matilde, Einrichtungsleiterin Elke Thoms, Schwester Lamberta und , Bürgermeisterstellvertreter Ludger Hummert (v.l.) genossen die Geburtstagsrunde.
Pfarrdechant Johannes Büll, Schwester Matilde, Einrichtungsleiterin Elke Thoms, Schwester Lamberta und , Bürgermeisterstellvertreter Ludger Hummert (v.l.) genossen die Geburtstagsrunde. Foto: fn

Doppelten Grund zum Feiern hatten die Schwestern des Hauses Loreto am Freitag. Gleich zwei ihrer Mitschwestern feierten die Vollendung des 90. Lebensjahres. Es waren Schwester Matilde und Schwester Lamberta. Zur Feier in der Cafeteria des Ordenshauses waren auch Pfarrdechant Johannes Büll und der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert gekommen. Beide Schwestern freuten sich über eine Kerze, die der Seelsorger mitgebracht hatte. Ludger Hummert, der die Glückwünsche der Stadt überbrachte, überreichte neben Blumen auch Einkaufsgutscheine des Dorfladens.

Schwester Lucina hatte ihre poetische Ader genutzt und für beide Jubilarinnen Gedichte verfasst. Einrichtungsleiterin Elke Thomas freute sich bei der Gratulation, dass sich beide Geburtstagsjubilarinnen im Hause Loreto wohlfühlen.

In großer Runde bei Häppchen und Getränken erzählten die Ordensfrauen aus ihrem Leben. Schwester Lamberta ist in Holtwick geboren und war zunächst auf dem elterlichen Hof beschäftigt. Sie wurde in Münster zur Hauswirtschafterin ausgebildet und trat 1953 in den Orden der Vorsehungsschwestern ein. Es folgte Ausbildung zur Alpenpflegerin. Die Ordensfrau ist seit 2001 im Haus Loreto, wo auch ihre Schwester Eventia lebt.

Ganz anders gestaltet sich die Vita von Schwester Matilde. Sie wurde in Brasilien geboren. Ihr Urgroßvater, der im Hunsrück wohnte, war ausgewandert, weil er daheim die Familie nicht mehr ernähren konnte. Die Seniorin wuchs als Älteste von sechs Kindern auf. Schon mit 18 Jahren trat sie in den Orden ein. Wegen ihrer guten Deutschkenntnisse, in der Familie in Brasilien wurde deutsch gesprochen, schickten sie die Ordensoberinnen nach Deutschland und nicht wie geplant, nach Afrika. Die Jubilarin erinnert sich noch genau an den Flug von Brasilien nach Deutschland, ohne Begleitung und Kenntnisse. Nun ist die Ordensfrau seit 51 Jahren in Deutschland.

Das Geburtstagskind war überwiegend in der Küche tätig, Schwester Matilde lebt seit 2014 im Haus Loreto und fühlt sich dort sehr wohl.

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