So., 13.05.2018

25. Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag auch am Leerbach Mühlen sind einen Besuch wert

Wennings Wassermühle weist als Besonderheit eine um 1890 eingerichtete Fischzucht im Inneren und dazu eine große Teichanlage im Außenbereich auf.

Wennings Wassermühle weist als Besonderheit eine um 1890 eingerichtete Fischzucht im Inneren und dazu eine große Teichanlage im Außenbereich auf. Foto: Anton Janßen

horstmar-leer - 

Beim 25. Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag (21. Mai) lohnt es sich besonders, die zwei Mühlenanlagen am Leerbach mit ihren Besonderheiten zu erleben. Außerdem hat Ludger Hummert zu diesem Jubiläum wieder ein großes Treckerveteranen-Treffen organisiert.

Von Anton Janßen

Wennings Wassermühle weist als Besonderheit eine innen um 1890 eingerichtete Fischzucht und außen eine große Teichanlage auf, die noch heute von einem Anglerverein bewirtschaftet wird. Dazu befinden sich auf dem Steinboden eine alte Handdrehmühle und sogar eine Hirsestampfe aus Tansania – beide noch bis in die 1990er Jahre ständig verwendet.

Zudem kann man auch in diesem Jahr im voll eingerichteten Müllerhaus, einem 1885 erbauten Kotten, sehen, wie eine Müllerfamilie noch vor hundert Jahren gelebt hat. Dazu sind auf dem Dachboden die verschiedensten Gerätschaften der Hof-Milchwirtschaft zu sehen und eine interessante Sammlung von Waschmaschinen.

Schmeddings Doppelmühlen-Anlage zeigt in der ehemals kombinierten Wind-/Wassermühle zum einen einen betriebsbereiten Steinmahlgang und einen betriebsbereiten Walzenstuhl, dazu eine bildliche Übersicht über die technische Entwicklung der Herstellung von Mehl aus Korn sowie die verschiedenen Antriebsvorrichtungen vom Wasserrad über alten Dieselmotor und Elektromotor bis hin zur Turbine. Der Windantrieb ist kurz vor 1910 bei einem Sturm zerstört worden. Dazu kommen die unterschiedlichsten Messvorrichtungen für Getreide, nämlich etliche Scheffel verschiedener Größe und unterschiedliche Dezimal- und Balkenwaagen.

Ferner sind im ehemaligen Getreidelager auf dem Oberboden der ehemaligen Ölmühle landwirtschaftliche Kleingeräte ausgestellt, die einst auf dem Acker eingesetzt wurden und für die Handarbeit im Stall dienten.

Wer die ursprüngliche Verwendung nicht mehr kennt, dem geben Mitglieder des Mühlen- und Heimatvereins Leer gerne Auskunft.

Für das leibliche Wohl ist zudem gesorgt und für die Kinder fährt wieder das Ostendorfer Kinderkarussell. Der Mühlen- und Heimatverein Leer bittet um Kuchenspenden fürs „Mühlencafé“. Über Angebote unter Telefon 0 25 51 / 21 63 freut sich der Vorsitzende Josef Denkler. Die Kuchen sollten am Pfingstmontag ab 9.30 Uhr zu den Mühlenfreunden bei Familie Deitermann gebracht werden.



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