Mi., 30.05.2018

Alles dreht sich um die Schiffchen Handarbeit mit langer Tradition

Tauschen sich über ihre Arbeiten aus (v.l.): Hildegard Scheidler, Maria Konermann (Borghorst), Mathilde Rose und Martina Boll.

Tauschen sich über ihre Arbeiten aus (v.l.): Hildegard Scheidler, Maria Konermann (Borghorst), Mathilde Rose und Martina Boll. Foto: Rainer Nix

Horstmar - 

Zur 32. internationalen Occhi-Ausstellung laden Martina Boll aus Osterwick und ihre Mitstreiterinnen am kommenden Wochenende ins Historische Rathaus und das benachbarte Verwaltungsgebäude Kirchplatz 1-3 ein. Geöffnet ist die Präsentation am Samstag (2. Juni) von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag (3. Juni) von 10 bis 16.30 Uhr. Insgesamt 26 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und Japan haben sich angekündigt.

Von Rainer Nix

Occhi ist schick, es hat sich längst von einer Handarbeitstechnik ausschließlich für die feinere Gesellschaft zu einem Hobby entwickelt, dem jeder nachgehen kann. Wer sich damit befasst, kennt sicher die vielseitigen Ausstellungen, bei denen in Horstmar Jung und Alt erleben können, was es mit den Schiffchen auf sich hat.

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit. Die Organisatorin Martina Boll aus Osterwick und alle Helferinnen aus ihrer Occhi-Gruppe laden zur 32. Internationalen Ausstellung ins Historische Rathaus und das benachbarte Verwaltungsgebäude Kirchplatz 1-3 ein. Geöffnet ist die Präsentation am Samstag (2. Juni) von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag (3. Juni) von 10 bis 16.30 Uhr.

„Es kommen insgesamt 26 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und Japan“, kündigt Martina Boll an. Aus dem Land der aufgehenden Sonne reisen dieses mal sogar zwei Ausstellerinnen in die Burgmannsstadt.

Den Besuchern wird gleich das ganze Paket, von Anleitungen zum Selbermachen über den Verkauf von Exponaten bis hin zu Mustern geboten. Zu sehen ist eine riesige Bandbreite von Artikeln, die geschickte Hände fertigten. Als eher klassische Arbeiten gelten Decken, Taschen, Handtücher und Ähnliches. Die Farben weiß und grau haben ihre Vorherrschaft zugunsten bunter Vielfalt aufgegeben.

Schmuckstücke, wie Halsketten, Ohrringe und Broschen sind heute beliebt, selbst Weihnachtsdekorationen wie Schwippbögen lassen sich Occhi-verzieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Mathilde Rose aus Eggerode gehört zur Occhi-Gruppe rund um Martina Boll. Insgesamt stammen die Mitglieder aus den Kreisen Steinfurt, Coesfeld und Borken. Rose fertigt zurzeit viele Schals. „Diese Handarbeitstechnik hat für mich etwas ungemein Entspannendes“, sagt sie. Inspiration erfuhr die Handarbeitsfreundin durch die 2003 verstorbene Horstmarer Occhi-Enthusiastin und Ausstellungs-Begründerin Hildegard Ruck, die ihre Kunst in den neunziger Jahren sogar im Fernsehen vorstellen durfte.

Ein Grundkursus lehrte Mathilde Rose die Grundlagen um ihre handwerklichen Fertigkeiten weiter zu entwickeln. Hildegard Scheidler, ebenfalls Gruppenmitglied, entdeckte Occhi während einer Kur. Eine Freundin aus Wien praktizierte die ausgefeilte Technik, bei der mit Schiffchen und Garn gearbeitet wird. Die ermutigte damit anzufangen. Scheidler hat es nie bereut und ist zu Recht stolz auf ihre Tischdecken, Schals und andere kunstvoll gestaltete Artikel.

Der Eintritt kostet nach wie vor drei Euro pro Tag und pro Person. Der stellvertretende Bürgermeister, Ludger Hummert, wird die Ausstellung am Samstag um 11 Uhr offiziell eröffnen.



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