Di., 05.06.2018

Stelldichein der Handarbeitsfreunde Grenzenlose textile Kreativität

Die Aussteller freuten sich, ihre Exponate wieder in der Burgmannsstadt zeigen zu dürfen.

Die Aussteller freuten sich, ihre Exponate wieder in der Burgmannsstadt zeigen zu dürfen. Foto: NIx

Horstmar - 

Es war ein Stelldichein erfindungsreicher Handarbeitsfreunde aus aller Welt. Die 32. Internationale Occhi-Ausstellung im historischen Rathaus und im Verwaltungsgebäude der Burgmannsstadt hat einmal mehr bewiesen, was Kreativität mit Schiffchen und Garn schaffen kann. Occhi, die alte Handarbeitstechnik vornehmer Gesellschaftskreise, hat sich emanzipiert.

Von Rainer Nix

Es war ein Stelldichein erfindungsreicher Handarbeitsfreunde aus aller Welt. Die 32. Internationale Occhi-Ausstellung im historischen Rathaus und im Verwaltungsgebäude der Burgmannsstadt hat einmal mehr bewiesen, was Kreativität mit Schiffchen und Garn schaffen kann. Occhi, die alte Handarbeitstechnik vornehmer Gesellschaftskreise, hat sich emanzipiert. Heute kann sie sich jeder aneignen. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

Am Wochenende hat ein interessiertes Publikum die Ausstellung besucht, zu der Occhi-Fans aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark, Frankreich und Japan angereist waren. Die Spitzen-Handarbeitstechnik ist universell einsetzbar. Da werden im klassischen Stil Decken, Deckchen und ähnliches gefertigt, es lassen sich jedoch auch Kissen, Windlichter oder gar Schuhe verzieren. Selbst filigrane Püppchen von nur wenigen Zentimetern Größe tragen farbenfrohe Occhi-Kleidchen.

„Was ist Handarbeit doch für ein schönes Hobby“, schwärmte Organisatorin Martina Boll bei der Begrüßung am Samstagmittag. „Wenn ich durch die Ausstellung gehe, sehe ich so viele schöne Ergebnisse, dass mir mein Herz aufgeht.“ So wird es vielen ergangen sein, die den Weg dorthin fanden.

„Was haben Frühjahr und Occhi-Ausstellung gemeinsam?“, fragte Boll und gab die Antwort gleich selbst: „So wie alle Menschen nach dem Winter glücklich sind, die ersten Sonnenstrahlen zu genießen freuen sich die Occhi-Handwerker, ihre im Winter gearbeiteten Spitzen-Produkte mit ihren neuen Mustern präsentieren zu dürfen: „Die Farbvielfalt bringt uns Sonne und Freude, sie lässt die Welt in neuem Glanz erscheinen“.

„Occhi ist eine Handarbeit, so filigran gestaltet, dass sie zweifellos einen künstlerischen Aspekt hat“, betonte Bürgermeister Robert Wenking, der die Ausstellung gemeinsam mit Boll eröffnet hat. Man müsse deutlich hervorheben, dass hier Kunst vorgeführt werde.

Der Hausherr bewunderte nicht nur die zahlreichen Exponate, er rückte auch die Begegnung Gleichgesinnter in den Vordergrund: „Hier findet eine Fangemeinde zueinander. Gleichzeitig sind aber auch die Aussteller untereinander zu einer großen Gemeinschaft geworden.“

Zahlreiche internationale Freundschaften haben sich ergeben, es sei mittlerweile nicht nur ein europäisches, sondern sogar ein internationales Festival. „Ich glaube, in der heutigen Zeit ist es wichtig, grenzübergreifende Kontakte zu pflegen. So funktioniert Gemeinschaft. Und ich freue mich, dass Sie dazu neben ihrer Kunst einen erheblichen Beitrag leisten“, beendete Wenking seine Ansprache.

Das Publikum fand an den zwei Horstmarer Ausstellungstagen nicht nur zahlreiche Anschauungsbeispieles, auch Anleitungen zum Selbermachen wurden gegeben.



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