Mi., 06.06.2018

Gedenktag im Trauerwald Trauer braucht eine Gestalt für die Hinterbliebenen

Susanne Teutenberg aus Wettringen (Gesang) und Udo Dinkelbach aus Burgsteinfurt (Gitarre) sorgten für die musikalische Begleitung währen der vergangenen Feierstunde im „Waldfrieden“.

Susanne Teutenberg aus Wettringen (Gesang) und Udo Dinkelbach aus Burgsteinfurt (Gitarre) sorgten für die musikalische Begleitung währen der vergangenen Feierstunde im „Waldfrieden“.

Horstmar-Leer - 

Bei schönem Wetter sind mehr als 130 Besucher der Einladung gefolgt, am Gedenktag im Trauerwald in der Bauerschaft Alst teilzunehmen. Das Team vom „Waldfrieden“, Anne Trindeitmar-Behr und Ehemann Holger Behr, hatten diese Veranstaltung zum dritten Mal organisiert.

Von Franz Neugebauer

Bei schönem Wetter sind mehr als 130 Besucher der Einladung gefolgt, am Gedenktag im Trauerwald in der Bauerschaft Alst teilzunehmen. Das Team vom „Waldfrieden“, Anne Trindeitmar-Behr und Ehemann Holger Behr, hatten diese Veranstaltung zum dritten Mal organisiert. „Trauer brauche eine Gestalt“, aus diesem Anlass werde jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni dieser Tag stattfinden, erklärte das Duo. Der Trauerwald sei in den drei Jahren seines Bestehens sehr gut angenommen worden, betonte das Paar. So habe es dort mittlerweile 365 Bestattungen gegeben. Beide gehen davon aus, dass die Anlage bislang von rund 12 000 Menschen besucht worden ist. Es sei ein sehr schöner Wald. Sobald man ihn betrete, habe man das Gefühl der inneren Ruhe und Zufriedenheit, beschrieben Besucher ihre Eindrücke.

Eindrucksvoll und einfühlsam war die Gedenkstunde, die maßgeblich vom Duett Susanne Teutenberg aus Wettringen (Gesang) und Udo Dinkelbach aus Burgsteinfurt (Gitarre) sowie Anne Trindeitmar-Behr gestaltet wurden.

Bei einer Spendenaktion im vergangenen Jahr sei ein Erlös von mehr als 500 Euro für das Hospiz „haus hannah“ in Emsdetten erzielt worden. In diesem Jahr wurde für die Ersthelfer vom DRK Horstmar gesammelt. Diese seien bei einem Notfall im Wald in zwei Minuten vor Ort gewesen.

Die Teilnehmer waren beeindruckt von dem 1500 Meter langen Rundweg entlang der Grabstätten. Bei einer kleinen Stärkung gab es Gelegenheit, sich auszutauschen und der Verstorbenen zu gedenken.

Einmal im Monat treffen sich die Hinterbliebenen zum zwanglosen Kaffeetrinken im Landgasthof Teepe in Burgsteinfurt. Wunsch von Trindeitmar-Behr ist es dabei, außerhalb der eigenen vier Wände Menschen, die sich in der gleichen Situation befinden, kennenzulernen. Gemeinsame Gespräche, gemeinsames Trauern und Lachen kommen dabei nicht zu kurz.

Zum Thema

Das Büro des Trauerwaldes „Waldfrieden“ ist in Horstmar, Schöppinger Straße 11, Telefon 0 25 58/ 6 05 99 25 erreichbar.



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