Do., 28.06.2018

Zwei Jubiläen und eine Feier Weggefährten feiern gemeinsam

Der Clown hat den emeritierten Pfarrdechanten seit seiner Zeit in der Kirchengemeinde St. Agatha in Gronau-Epe stets begleitet. Seit vielen Jahren steht Diakon Helmut Spahn seinem Weggefährten Franz Josef Bisping zur Seite.

Der Clown hat den emeritierten Pfarrdechanten seit seiner Zeit in der Kirchengemeinde St. Agatha in Gronau-Epe stets begleitet. Seit vielen Jahren steht Diakon Helmut Spahn seinem Weggefährten Franz Josef Bisping zur Seite. Foto: abi

Horstmar - 

Weil sie sich schon so lange kennen und sehr schätzen, feiern die Weggefährten Franz Josef Bisping und Helmut Spahn ihre Jubiläen am Freitag (29. Juni) gemeinsam in Heek/Ahle. Während der emeritierte Pfarrdechant sein Goldenes Priesterjubiläum begehen kann, feiert der zweifache Familienvater sein Silbernes Diakonenjubiläum.

Von Sabine Niestert

Sie sind seit vielen Jahren treue Weggefährten und haben die Kirchengemeinde St. Gertrudis entscheidend mitgeprägt. Helmut Spahn hat es Franz Josef Bisping zu verdanken, dass er Diakon geworden ist. So hat der emeritierte Pfarrdechant den gelernten Diplom-Betriebswirt, der bis 2014 als Hauptreferent hauptamtlich in der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in Münster tätig war, gefragt, ob dieser nicht im Nebenamt Diakon werden wollte. Der zweifache Familienvater hatte den Mut und die Ausdauer, die vierjährige Ausbildung, die nicht ohne ist, auf sich zu nehmen.

Eine richtige Entscheidung, wie sein Silbernes Diakonenjubiläum beweist, das Helmut Spahn bereits im Oktober 2017 begehen konnte. Weil das nur in kleinem Rahmen geschah, nutzen die beiden Freunde die Chance, am Hochfest Peter und Paul, das am Freitag (29. Juni) begangen wird, gemeinsam richtig zu feiern. Genau an dem Tag vor 50 Jahren hat Bischof Dr. Joseph Höffner Bisping im Hohen Dom zu Münster zum Priester geweiht.

Der gebürtige Olfener, der sein Abitur an der Loburg in Ostbevern abgelegt und in Münster und München studiert hat, war seinerzeit 27 Jahre alt und wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er über 25 Jahre als Leitender Priester in St. Gertrudis wirken sollte. „Ich bin 1984 nach Horstmar gekommen und habe noch zwei Jahre mit Dechant Anton Krumkamp zusammengearbeitet“, erinnert sich der Pensionär noch gut an die Zeit mit seinem Vorgänger, der nicht nur „Lehrmeister, sondern auch Freund“ gewesen sei.

„Franz-Josef Reuver war seinerzeit schon da“, blickt der inzwischen 77-Jährige gerne an die gute Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam und den kirchlichen Gremien zurück. Die Tatsache, dass Spahns Ehefrau Gudrun 17 Jahre im Pfarrbüro tätig war, festigte die Bande zwischen der Familie und dem Dechanten noch. Ihm und seiner Haushälterin Ursula Daldrup dankte der Diakon während der Amtsabschiedsfeier am 10. Juli 2010 für ihr segensreiches Wirken vor Ort

Hat er es bereut, nach seiner Emeritierung vor acht Jahren, vor Ort geblieben zu sein? Franz Josef Bisping würde seine Entscheidung heute wieder so treffen. Wie er im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, wollte er nach so langer Zeit in der Burgmannsstadt bei den Menschen bleiben, die er während seines seelsorgerischen Wirkens kennen- und schätzen gelernt hat. Deswegen sind der Dechant und Ursula Daldrup vom Pfarrhaus in der Schloßstraße 14 in die Neustraße 4 gezogen. Von dort ist der Weg zur Gertrudiskirche sogar noch näher. Das ist gut für den Seelsorger, der nicht gut laufen kann, weil er sich vor einigen Jahren einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hat.

Nach einer schweren Krebserkrankung hat der Geistliche den Stock durch einen Rollator ersetzt. Da ist das holprige Kopfsteinpflaster auf dem Kirchplatz natürlich Gift für ihn. „Den hätte ich gerne noch in Angriff genommen“, bedauert er, dass ihm das nicht mehr gelungen ist.

Und was wünscht sich der Jubilar für die Zukunft? „Ich würde gerne wieder Gottesdienste in der Gertrudiskirche abhalten“, hofft Bisping auf eine baldige Rückkehr an den Altar. Für den Fall, dass sein Nachfolger Johannes Büll das nicht zulässt, kündigt er an, seine Dienste in den Nachbargemeinden anbieten zu wollen. Diakon Spahn hat sich bereits einen neuen Wirkungskreis gesucht. Er arbeitet seit 2014 als Notfallseelsorger im Kreis Steinfurt.

„Die Chemie zwischen uns stimmt leider nicht“, bedauern Spahn und Bisping, dass die Zusammenarbeit zwischen ihnen und dem neuen Pfarrdechanten nicht gut gelingt. Das hat die beiden Weggefährten letztendlich noch enger zusammengeschweißt.



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