Fr., 29.06.2018

Sicherung für die Zukunft Wasser ist ein wertvolles Gut

Die Bauhofmitarbeiter Marius Bettmer (l.) und Franz Schürmann und Diplom-Ingenieurin Melanie Wolbeck vom städtischen Fachbereich Planen, Bauen und Wohnen demonstrieren den Einsatz eines Hydranten.

Die Bauhofmitarbeiter Marius Bettmer (l.) und Franz Schürmann und Diplom-Ingenieurin Melanie Wolbeck vom städtischen Fachbereich Planen, Bauen und Wohnen demonstrieren den Einsatz eines Hydranten.

Horstmar - 

Der Kreis Steinfurt hatte im Juni 2017 für insgesamt 20 kreisangehörige Gemeinden einen gemeinsamen Antrag im Rahmen des Aufrufes „Kommunaler Klimaschutz NRW“ gestellt. Die Stadt Horstmar will sich an dem Projekt beteiligen und zwar mit den Maßnahmen LED-Beleuchtung in kommunalen Liegenschaften, energetische Sanierung der Westfassade der Astrid-Lindgren-Schule in Horstmar und Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks der Stadt Horstmar.

Von Franz Neugebauer

Wasser ist ein kostbares Gut. Damit dieses auch jederzeit im benötigten Umfang zur Verfügung steht und langfristig die Wasserversorgung sichergestellt ist, muss die Stadt Horstmar den Vorschriften des Landeswassergesetzes folgen und ein Wasserversorgungskonzept aufstellen. Dieses ist der Bezirksregierung vorzulegen.

Das Konzept, das in den Gremien des Rates der Stadt Horstmar jetzt vorgestellt wurde, ist in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Emsdetten GmbH erstellt worden. Die Stadtwerke als 100-prozentige Tochter der Stadt Emsdetten sind Betreiber der Trinkwasserversorgung und zwar von der Wassergewinnung bis zur Trinkwasserverteilung.

Wassergewinnungsgebiete sind am Grevener Damm und Ortheide sowie im Veltruper Feld. Dort befinden sich auch die Anlagen der Wasserwerke. Versorgt werden die Stadt Emsdetten, die Gemeinden Saerbeck und über eine Haupttransportleitung auch die Kommunen Laer, Horstmar, Schöppingen und Metelen.

Aufgrund der Streckenlänge wurde in Laer eine Druckerhöhungsstation gebaut und für den Bedarfsfall eine Chlorgasanlage bei biologischer Beeinträchtigung des Wassers. Auf dem Schöppinger Berg steht ein Hochbehälter. Er soll die Absicherung der Wasserversorgung bei Unterbrechungen durch Rohrbrüche sicherstellen. Das Fassungsvermögen von 2500 Kubikmeter reicht nicht mehr aus und soll demnächst durch weitere 2500 Kubikmeter erweitert werden. Die Wasserabgabe liegt im Jahresmittel von 2005 bis 2016 bei 279 000 Kubikmeter.

Wegen der Bevölkerungsprognose geht die Stadt langfristig von einem eher stagnierenden Wasserverbrauch aus. Insgesamt werde die Wasserversorgung auch im Rahmen der regelmäßigen Netz- und Anlagenuntersuchung zukunftssicher aufgestellt sein, heißt es in dem Wasserversorgungskonzept. Wegen der Gefährdung des Grundwassers durch Eintrag von Nitrat sind Kooperationsvereinbarungen zwischen der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft zum Zwecke einer ressourcenschonenden Bewirtschaftung der Ackerflächen und somit Verringerung des Nitrateintrages. Notfalls seien weitere technische Maßnahmen erforderlich.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5858294?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F