Mo., 13.08.2018

Angebot im Ferienprogramm Arbeiten waren früher schwerer

Dass das Sägen gar nicht so einfach ist, erfuhren diese Mädchen, die an der Veranstaltung „Geschichte aktiv erleben“ im Rahmen des städtischen Ferienprogramms teilgenommen haben.

Dass das Sägen gar nicht so einfach ist, erfuhren diese Mädchen, die an der Veranstaltung „Geschichte aktiv erleben“ im Rahmen des städtischen Ferienprogramms teilgenommen haben. Foto: aja

Horstmar - 

Einen abwechslungsreichen Ausflug „in die gute alte Zeit“ haben zahlreiche Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Horstmar erlebt. Zum Thema „Geschichte der Arbeitswelt aktiv erleben“ hatte der Mühlen- und Heimatverein Leer zu Wennings Mühle und zum Müllerkotten eingeladen. Sie sind von Franz Ahmann, Ida Böwingloh, Monika Braun, Josef und Renate Denkler, Josef Höseler, Maria und Norbert Möllerfeld, Anton Janßen, Josef Raus, Bernd Schmitz, Wolfgang Scholz, Frank Sticks, Agnes Thiemann und Gisela Weist betreut worden. In zwei Gruppen ging es los.

Von Anton Janßen

Nachdem Vorsitzender Josef Denkler die jungen Gäste begrüßt hatte, ging die eine Hälfte mit Franz Ahmann in die Mühle. Dort wurde die alte Technik ausführlich erklärt.

Der Nachwuchs konnte mit einer Handdrehmühle, die bis in die 1990er Jahre noch in Weißrussland genutzt worden war, Maismehl herstellen. Die anderen erkundeten zusammen mit Anton Janßen die früheren Wohnverhältnisse der Müllerfamilie im Müllerkotten mit seiner reichen Sammlung alter Gegenstände, die früher in der Küche, im Vorratskeller und in den Schlafzimmern gebraucht wurden.

Nach einer Trinkpause wurde Wäsche gewaschen. Dafür war auf der Tenne im Waschkessel schon das Wasser erhitzt worden. Dann wurde die Kleidung sortiert, in die Lauge gegeben, mit dem Wäschestampfer bewegt und mit einer Zange in die Wanne transportiert, wo sie mit Kernseife und Bürste auf dem Waschbrett gereinigt wurde. Dann musste die Wäsche noch gespült, ausgewrungen und auf die Leine gehängt werden.

Auch mit Holz wurde gewerkelt. Mit verschiedenen Sägen zerteilten die Kinder einen dünnen Stamm in Stücke. Nägel wurden in einen Balken geschlagen. Das erforderte ebenso wie das alte Kinderspiel „Pinneken kloppen“ eine gewisse Geschicklichkeit. Da mussten die Erwachsenen schon mal Hilfestellung leisten.

Zur Stärkung gab es zwischendurch Piepkuchen. Sie wurden von Norbert Möllerfeld und Josef Raus mit entsprechenden Eisen über einer Feuerschale gebacken. Gisela Weist hatte den vorbereitete Teig zunächst zu Kugeln gerollt. Ein Teil der fertigen Backwerke wurde von Bernd Schmitz zu Hörnchen gerollt und mit Eis gefüllt – bei der Hitze besonders lecker.

Bei der abschließenden gemütlichen Runde der Helferinnen und Helfer bedankte sich Josef Denkler ganz für die Unterstützung.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5973494?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F