Fr., 24.08.2018

Viel Spaß gehabt Singen weckt Sehnsuchtsgefühle

Das Singen in der Festscheune der Schützen Leer-Ostendorf machte den Besuchern viel Spaß.

Das Singen in der Festscheune der Schützen Leer-Ostendorf machte den Besuchern viel Spaß. Foto: fn

Horstmar-Leer - 

Mehr als 80 Besucher folgten der Einladung des Leerer Mühlen- und Heimatvereines zu einem Liederabend in die Festscheune des Schützenvereines Leer-Ostendorf. Noch stand die Tribüne, die die Mitglieder anlässlich des geplanten Public Viewing bei der Fußballweltmeisterschaft aufgebaut hatten, so dass alle genügend Platz fanden. Die alten noch vertrauten Lieder aus der Vergangenheit weckten besonders bei der Generation 60 plus Wander-, Heimat- und Sehnsuchtsgefühle.

Von Franz Neugebauer

Die Idee zu dem Liederabend, den es bereits zum vierten Mal gab, stammt vom Vorsitzenden des Leerer Mühlen- und Heimatvereins Josef Denkler. Sein Vorgänger Franz Ahmann hatte vor rund 25 Jahren die beliebten Herdfeuerabende mit musikalischer Begleitung eingeführt.

Die Leerer Mühlenmusikanten Bernd Eden, Josef und Anette Wickenbrock sowie Johannes Feldkamp sorgten für die instrumentale Begleitung. Alle drei gehören dem Leerer Kirchenchor und pflegen als Hobbymusiker noch die Hausmusik.

Bernd Eden hat sich das Gitarre spielen selbst beigebracht. Der 71-Jährige musiziert seit frühester Jugend. Sein damaliger Nachbar Werner Schomaker, der in einer Band aktiv ist, animierte ihn zu einem Neubeginn. Inzwischen hat Eden die Bankangestellte Anette Wickenbrock für das Gitarrespielen begeistert. Sie nimmt regelmäßig Unterricht an der Musikschule in Steinfurt. Ihr Mann Josef beherrscht das Spielen mit dem Treckbühl, das er sich ebenfalls selbst beigebracht hat.

Quasi in die Wiege gelegt wurde Johannes Feldkamp die Begeisterung für die Musik. Er lernte bei seinem Vater Alois, der Organist in Ss. Cosmas und Damian war, das Klavier spielen. Der Übergang auf das Schifferklavier ist ihm nicht schwergefallen.

„Viele kennen nur die erste Strophe eines Liede“, weiß Anette Wickenbrock aus Erfahrung. Sie hat für die Liederabende für Abhilfe gesorgt und Liederhefte herausgegeben. Diese enthalten mittlerweile bereits 75 Volks- und Heimatlieder. Christiane Raub und Gabi Blaschke hatten für den Abend aus diesem Angebot das Potpourrie zusammengestellt. Da durften die hohen Tannen, die die Sterne weisen ebenso wenig fehlen wie das Schiff, das kommen wird aus Piräus oder das Stimmungslied mit dem Lagerfeuer der Prärie. Natürlich gehörte auch die klappernde Mühle am rauschenden Bach dazu.

Als schließlich das plattdeutsche Lied „Mien Leer“ gesungen wurde, lagen zwei Stunden guter Unterhaltung hinter den begeisterten Teilnehmern. „Wir kommen bestimmt wieder“, bestätigten Minika Kösters und Maria Weidner aus Horstmar.

Und weil Singen bekanntlich durstig macht, sorgten die Vorstandsfrauen mit ihrem „Leerer Mühlentröpfchen“ bei den Gästen gerne für Abhilfe.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5994879?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F