Aufnahmeverpflichtung erfüllt
Die Probleme sind beherrschbar

Horstmar -

Die Flüchtlingssituation habe sich in der Stadt insgesamt entspannt, berichtete Bürgermeister Robert Wenking in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur- und Heimatpflege.

Mittwoch, 19.09.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2018, 15:32 Uhr
Das  Beherrschen der Sprache ist der wichtige Schlüssel l für die Integration
Das  Beherrschen der Sprache ist der wichtige Schlüssel l für die Integration

Die Stadt Horstmar hat aktuell ihre Aufnahmeverpflichtung für Flüchtlinge mit 96,87 Prozent erreicht. Sie hat bereits 40 Personen aufgenommen, damit kann ihr noch eine zugewiesen werden. Die Probleme seien beherrschbar.

„Viele Flüchtlinge haben Fortschritte gemacht“, betonte Ehrenamtskoordinatorin Claudia Berning. Dazu habe insbesondere auch der von der Stadt organisierte Sprachkurs beigetragen. Dadurch seien zahlreiche Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung gekommen.

„Beherrschen der Sprache ist der wichtige Schlüssel für die Integration“, begründete Bürgermeister Robert Wenking dass Engagement der Stadt.

Als vordringliche Schwerpunkte der künftigen Arbeit sah Claudia Berning die Arbeitssuche und die Vermittlung von Wohnraum an. Man habe sich aber auch die interkulturelle Öffnung auf die Fahnen geschrieben und einen Anfang beim Fest am Generationenpark und dem Pfarrfest mit kulinarischen Angeboten gemacht.

Ein kleiner Wermutstropfen fiel in die erfreuliche Darstellung, denn der Hausmeister für die Wohnungen der Flüchtlinge hat eine andere Arbeitsstelle gefunden. Das sei umso bedauerlicher, da dieser die Sprache der Flüchtlinge beherrsche und auch deren Kulturen verstehe. Ob die Stadt künftig einen Hausmeister beschäftigen wird, bleibt der Entscheidung der politischen Gremien überlassen. Schließlich befinde sich Horstmar im Haushaltssicherungskonzept und müsse über jede freiwillige Ausgabe intensiv nachdenken.

Über Fördermöglichkeiten im sozialen Wohnungsbau informierte Jürgen Blömker, Sachgebietsleiter Wohnbauförderung beim Kreis Steinfurt. Gefördert würden, so Blömker, der Mietwohnungsbau, die Eigentumsförderung, die Modernisierung des Wohnungsbestandes und Schwerbehindertenmaßnahmen. Aufgrund der neuen Förderprogramme des Landes NRW, in denen die Förderquoten nicht unerheblich angestiegen seien, stünde für eine Förderung genügend Geld zur Verfügung. Der Kreis Steinfurt sei bei der Mittelbewilligung federführend.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die Stadt nicht selber bauen werde, sondern dieses privaten Investoren überlasse. Diese könnten dann die Fördermöglichkeiten nutzen.

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