Ortsdurchfahrt wird umgestaltet
Anlieger müssen nicht zahlen

Horstmar/Leer -

Großes Interesse fand bei den Bürgern die Vorstellung der Planungen zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt. Seit Mitte der 90er Jahre ist dieses Thema im Gespräch, nun könnte die Realisierung im Jahre 2019, spätestens 2020 erfolgen.

Freitag, 28.09.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2018, 16:02 Uhr
So könnte künftig die Ortsdurchfahrt in Leer aussehen.
So könnte künftig die Ortsdurchfahrt in Leer aussehen. Foto: Büro Wolters

Großes Interesse fand bei den Bürgern die Vorstellung der Planungen zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt. Seit Mitte der 90er Jahre ist dieses Thema im Gespräch, nun könnte die Realisierung im Jahre 2019, spätestens 2020 erfolgen. Bürgermeister Robert Wenking machte deutlich, dass die Besonderheit dieser Maßnahme durch Zuständigkeit von zwei Baulastträger zu sehen sei und daher auch nicht mit anderen Orten zu vergleichen. Zum einen handele es sich um eine Landesstraße, für die Sanierung der Fahrbahn sei der Landesbetrieb Straßenbau NRW zu beteiligen, zum anderen sei der Ausbau der Bürgersteige Angelegenheit der Stadt.

Bürgermeister Wenking konnte gleich die Anlieger beruhigen: „Es wird keine Veranlagung zu Anliegerbeiträgen geben“.

Das Architekturbüro Wolters Partner aus Coesfeld hat in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenbau und dem Bürgermeister die Entwurfspläne erstellt. Diplom- Ingenieur Markus Lampe stellte die Umbauvariante für den auf 200 Meter von der Einmündung Burgsteinfurter Straße bis zur Einmündung Naher Weg begrenzten Streckenabschnitt der Dorfstraße vor.

Die planerischen Vorgaben seien sehr restriktiv gewesen, der Einbau von verkehrsdämpfenden Maßnahmen etwa durch Straßenbeete nicht möglich. Dennoch handele sich nicht um reine Kosmetik, insbesondere der Bereich am Kirchplatz sei Kristallisationspunkt gewesen. Hier schaffe man Identität mit nachhaltigen Effekten.

Die Landesstraße soll eine neue Fahrbahndecke erhalten, wobei die vorhandenen Fahrbahnbreiten beibehalten werden. Verkehrsdämpfend wird durch Einbau einer Rinne auf beiden Seiten der Straße eine optische Verengung der Fahrbahn den Autofahrer zum langsamen Fahren anhalten. Die Mittelmarkierung entfällt. Aufgewertet und optisch hervorgehoben wird die Fahrbahn im Bereich der Kirche durch einen andersfarbigen, hellen Teerbelag der Fahrbahndecke.

Die existierenden Bürgersteigplatten werden in wesentlichen Teilen durch ein muschelkalkfarbenes Pflaster ausgetauscht. Statt der bestehenden Hochborde erfolgt die Abgrenzung zur Fahrbahn mit fünf Zentimeter hohen Rundborden.

Man wisse um die Gefährdung der Fußgänger und habe an markanten Stellen, etwas bei der Gaststätte Vissing/Wegmann, den Einbau von Pollern entlang des Gehweges parallel zur Fahrbahn vorgesehen. Sie verhindern gleichzeitig, dass fußgängerbehindernd geparkt wird.

Der Platz um die Bushaltestelle wird aufgeräumt und barrierefrei hergerichtet; die Parkbucht wurde aufgegeben. Die Busse halten auf der Fahrbahn. Der Platz der Brunnenanlage vor der Sparkassenfiliale wird geordnet. Das Abstellen von Fahrrädern sei ungeordnet und erfolge teilweise auf Privatgrundstücken. Die Planung sieht geordnete teilweise überdachte Fahrradständer vor.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 510 000 Euro. Davon entfallen auf den Landesbetrieb Straßenbau NRW für die Erneuerung der Fahrbahn 326 000 Euro. Bürgermeister Wenking hofft für den Anteil der Stadt zur Erneuerung der Bürgersteige auf Fördermittel des Landes in Höhe von 184 000 Euro.

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