27 förderfähige Wohnungen geplant
„Eine konstruktive Lösung“

Horstmar -

Die Stadt Horstmar hofft darauf, dass es bald sozial geförderten Wohnraum an der Eichendorffstraße nahe des Kreisverkehrs gibt. Dort sollen drei Häuser, die sich im städtischen Besitz befinden, abgerissen werden, und drei neuen Mehrfamilienhäusern mit je neun Wohnungen weichen. Ein erster Vorentwurf wurde im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt .

Donnerstag, 25.10.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.10.2018, 15:50 Uhr
Diesen ersten Vorentwurf stellte Bankkaufmann Werner Otto für den geförderten Wohnungsbau Horstmar an der Eichendorffstraße 1 a, 1 b und 3 vor. Der Klinker entspricht dem Projekt „Alte Molkerei“. Vorgesehen sind graue Fenster.
Diesen ersten Vorentwurf stellte Bankkaufmann Werner Otto für den geförderten Wohnungsbau Horstmar an der Eichendorffstraße 1 a, 1 b und 3 vor. Der Klinker entspricht dem Projekt „Alte Molkerei“. Vorgesehen sind graue Fenster. Foto: : Werner Otto Immobilien

Die Problematik ist schon lange bekannt: In der Burgmannsstadt fehlt es an preiswertem Wohnraum. Besonders einkommensschwache Familien, Einzelpersonen und anerkannte Asylbewerber leiden darunter. Auf diese missliche Lage haben die SPD und die Grünen bereits während der Haushaltsberatungen im vergangenen Jahr aufmerksam gemacht und entsprechende Anträge im Rat gestellt, diesen Mangel zu beheben. Auch Norbert Gesing hat den Bürgermeister schon mehrmals aufgefordert, zu handeln.

Dass die Stadt in dieser Angelegenheit nicht untätig war, machte Bürgermeister Robert Wenking am Mittwochabend in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im Borchorster Hof deutlich. So befände sich das Bauvorhaben Wohnquartier „Alte Molkerei“ an der Bahnhofstraße/Schulstraße bekanntlich bereits in der Realisierungsphase. Dort entstehen 21 Eigentumswohnungen in drei Mehrfamilienhäusern.

Der Investor, die Firma Holz, hatte sich verpflichtet, dort auch fünf Sozialwohnungen zu schaffen, was in einem Passus im städtebaulichen Vertrag aufgenommen worden war, den beide Seiten miteinander abgeschlossen hatten. Diese sollten ursprünglich an der Ecke Bahnhofstraße/Schulstraße (Bahnhofstraße 7) verwirklicht werden, was aber scheiterte. Der Grund dafür geht aus einer Verwaltungsvorlage der Stadt hervor. Wie es dort heißt, wurde der entsprechende Antrag auf Wohnbauförderung mit Schreiben vom 28. Juni gestellt. Da die Bauarbeiten zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen hatten, lehnte der Kreis Steinfurt den Antrag ab.

„Das ist nicht gut gelaufen“, kommentierte der Bürgermeister „das Problem des Planers“. Weil eine Förderung des Wohnungsbaus in den drei Häusern im Bebauungsplangebiet „Alte Molkerei“ nach heutigem Stand nicht mehr möglich sei, habe man gemeinsam nach einer Alternative gesucht, um die politisch gewollte Schaffung von Sozialwohnraum doch noch realisieren zu können.

„Eine konstruktive Lösung“ sieht Wenking in der Überplanung der bebauten, städtischen Grundstücke Eichen­dorffstraße 1/1 a, 1 b sowie 3. Insgesamt stünden dort 4000 Quadratmeter zur Verfügung. Im Hinblick auf die Nahversorgungsangebote wie Edeka, K+K und Aldi und der Nähe zur Schule und den Kindergärten sei die Lage sehr günstig.

Wie der Bürgermeister weiter berichtete, stammen alle drei Gebäude aus dem Jahr 1954. Eine Sanierung erscheine nicht empfehlenswert, da diese mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sei. Der Kreis Steinfurt habe bereits auf Anfrage der Stadt signalisiert, dass dieses Vorhaben förderungswürdig sei.

In der Verwaltungsvorlage wirbt der Bürgermeister bei den Fraktionen darum, dem Projekt zuzustimmen. Die Stadt habe für alle geförderten Wohnungen ein sogenanntes Belegungsrecht in Absprache mit dem Eigentümer.

Erste Planungen stellte während der Sitzung Werner Otto Immobilien vor, der „eine städtebaulich schicke Lösung“ für die Flächen am Kreisverkehr ankündigte. So sollen dort drei baugleiche Mehrfamilienhäuser mit je neun Wohnungen – alle barrierefrei – entstehen, die zirka 52 bis 68 Quadratmeter groß sind. Zur Ausstattung Stellflächen und zusätzliche Kellerräume.

Als „nicht so glücklich“ bezeichnete er die Alternativplanung, die Häuser quer zur Straße zu setzen, weil sie dann sehr massiv wirken würden.

Noch keine Entscheidung traf an diesem Abend das Fachgremium unter dem Vorsitz von Ludger Hummert, das die Pläne lediglich zur Kenntnis nahm. Der Bürgermeister erklärte abschließend, dass die Maßnahme in verschiedenen Schritten durchgeführt werden soll. Er schlug vor, das erste Mietwohngebäude auf dem Grundstück der Eichendorffstraße 3 in 2019 zu verwirklichen. Ein weiteres könne im Jahr 2020 und das dritte im Zuge der Realisierung des zweiten Bauabschnittes oder separat in einem dritten Bauabschnitt entstehen.

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