Ende der Stolperfallen
Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Horstmar -

Weil die Stadt Horstmar sich erfolgreich fürs Städtebauförderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ beworben hat,

Freitag, 26.10.2018, 18:00 Uhr
Der aus einem losen Pflastermix aus Betonsteinen und Natursteinpflaster befestigte Kirchplatz ist aufgrund der jährlich zunehmenden Unebenheiten und Stolperfallen eine Gefahrenquelle insbesondere für ältere Menschen. Deswegen ist die Freude bei der Stadt und der Kirchengemeinde St. Gertrudis jetzt groß, dass es Fördermittel für seine Umgestaltung und die Barrierefreiheit gibt.
Der aus einem losen Pflastermix aus Betonsteinen und Natursteinpflaster befestigte Kirchplatz ist aufgrund der jährlich zunehmenden Unebenheiten und Stolperfallen eine Gefahrenquelle insbesondere für ältere Menschen. Deswegen ist die Freude bei der Stadt und der Kirchengemeinde St. Gertrudis jetzt groß, dass es Fördermittel für seine Umgestaltung und die Barrierefreiheit gibt.

„Der Kirchplatz liegt uns besonders am Herzen“, betonte Bürgermeister Robert Wenking, als es während der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im Borchorster Hof um das Thema „Soziale Integration im Quartier“ ging. Die Freude darüber, dass es der Stadt Horstmar im zweiten Anlauf gelungen ist, in das besondere Städtebauförderprogramm zu kommen, um den Kirchplatz von St. Gertrudis barrierefrei zu gestalten (wir berichteten), hatten bereits die CDU und die SPD öffentlich zum Ausdruck gebracht.

„Unser Antrag hat sich in Nuancen verändert“, berichtete der Bürgermeister dem Fachgremium, dass eine Anpassung an das Programm erforderlich gewesen sei. So könnten nur Plätze im geschlossenen Raum berücksichtigt werden. Deswegen habe man auch die Münsterstraße und das Püttgengängsken aus dem Antrag herausgenommen. Nach dem Wunsch der Kommunalpolitiker sollten auch diese ursprünglich umgestaltet werden.

Die Stadt Horstmar plant schon seit langem, einen barrierefreien Zugang rund um den Kirchplatz zu schaffen. Dieser soll geöffnet, die Flächen entsiegelt und attraktiver gestaltet werden. Weil sich die Kommune in der Haushaltssicherung befindet hat sie keine Möglichkeit, diese Maßnahmen selbst zu finanzieren. Deswegen hatte sie sich im Frühling 2017 um die Städtebaufördermittel des Bundes beworben.

Aufgrund der fünffachen Überzeichnung des Programms (66 Projekte in 60 Kommunen werden gefördert) konnte das Vorhaben beim ersten Versuch allerdings nicht berücksichtigt werden. Das erfuhren die Antragsteller im Sommer 2017 von der Horstmarer SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arnd-Brauer, die bei der Bezirksregierung Münster – diese ist für die Verteilung der Fördermittel zuständig – nachgefragt hatte.

Um so größer war die Freude nicht nur bei der politischen, sondern auch bei der kirchlichen Gemeinde, dass die Bewerbung im zweiten Anlauf ein Jahr später positiv beschieden wurde. Die freudige Nachricht hatte die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking am 12. Oktober Bürgermeister Robert Wenking telefonisch übermittelt. Demnach beträgt der Förderbetrag in Höhe von 564 000 Euro insgesamt 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Während die Stadt Horstmar 63 000 Euro an Mitteln aufbringen muss, liegt der Anteil der Kirchengemeinde St. Gertrudis als Eigentümerin der Fläche bei 54 000 Euro.

Wie der Bürgermeister im Ausschuss ankündigte, soll nun ein Arbeitskreis gebildet werden, in den auch Vertreter der Kirchengemeinde und die Denkmalbehörde miteinbezogen werden.

„Ein weiterer Baustein zur Umsetzung des Entwicklungskonzeptes der Stadt Horstmar“, freut sich der Bürgermeister, der gleich nach der Absage in 2017 angekündigt hatte, dass das Projekt für ihn damit nicht gestorben ist und sich die Stadt in 2018 erneut bewerben wird. Eine gute Entscheidung, denn die Hartnäckigkeit zahlte sich aus.

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