Beeindruckend
Stehende Ovationen zur Belohnung

Horstmar-Leer -

Stehende Ovationen waren wohl der schönste Lohn für die Mitglieder des Kirchenchores von Ss. Cosmas und Damian mit ihrem Dirigenten Rafael D. Marihart und der Pianistin Cornelia Becken nach einem fast dreistündigen Konzert im festlich geschmückten Saal der Gaststätte Vissing/Wegmann. Ohne eine Zugabe entließ man die Aktiven nicht von der Bühne. Weit gespannt war der Bogen des Repertoires an diesem Abend, angefangen von Liedern aus verschiedenen Musicals bis hin zum „Pups-Lied“.

Montag, 29.10.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 02.11.2018, 16:55 Uhr
Stehende Ovationen gab es nicht nur von den Zuhörern, sondern auch von den Akteuren auf der Bühne besonders für Dirigent Rafael D. Marihart und seine Lebenspartnerin Cornelia Becken (vorne mit Blumen), die die Sängergemeinschaft am Piano begleitete.
Stehende Ovationen gab es nicht nur von den Zuhörern, sondern auch von den Akteuren auf der Bühne besonders für Dirigent Rafael D. Marihart und seine Lebenspartnerin Cornelia Becken (vorne mit Blumen), die die Sängergemeinschaft am Piano begleitete.

Erfrischend und auflockernd empfanden die Zuhörer immer wieder eingestreute Sketche. Sie erlebten aber auch einen äußerst engagierten Dirigenten, der sein Versprechen „Ich kann auch weltlich“, das dieser während seiner Vorstellung anlässlich der Übernahme der Chorleitung als Nachfolger von Karin Thiele gegeben hatte, einlöste. Seine Lebensgefährtin Cornelia Becken begleitete den Chor am Piano und steigerte sich insbesondere beim „Skandal im Sperrbezirk“ zur Höchstform.

Das Konzert stand unter dem Motto „Theater-Theater“. Da wunderte es nicht, dass der Chor mit dem gleichnamigen Song von Katja Ebstein, mit dem diese im Jahre 1980 den zweiten Platz beim Song Contest belegte, in den Abend einführte. In die Welt der Oper führte eine Persiflage auf Pavarotti, eine nachahmende, kritische Verspottung seiner Oper, hervorragend in Szene gesetzt durch Gabi und Johannes Feldkamp.

Das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der Gefangenschaft Babylons sei der Kern der Botschaft gewesen, erläuterte Chor-Vorsitzender Antonius Wolbert bei der Ankündigung des Gefangenenchores aus der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi. Mit viel Einfühlungsvermögen interpretierte die Sängergemeinschaft diesen Programmpunkt.

Der Männerchor präsentierte in englischer Sprache den mit viel Mühe und Fleiß einstudierten Song „One“ aus dem bekannten Broadway-Musical „Chorus line“. Bekannt waren die Melodien aus der Operette „Im weißen Rössl am Wolfgangssee“. „Schließen Sie die Augen, versetzen Sie sich in das Naturparadies im Salzkammergut umrahmt von der Postalm, Zwölferhorn und dem Schafberg“ brachte Bernd Eden die Gäste in entsprechende Stimmung. Die Akteure hatte bei seinem Auftritt ein entsprechendes Outfit gewählt.

Dass es bei einem Ausflug auch schon mal etwas Hochprozentiges gibt, zeigten die „Alten Damen“, eine Gruppe von Frauen aus dem Chor Nach der Melodie „Ich lade gerne Gäste ein“ aus der Fledermaus von Johann Strauß machte der Chor die „Vorteile“ eines Halskatarrhs deutlich, man könne zum Beispiel die Schule schwänzen. Hingegen sei der „Frosch im Hals“ als Schreck aller Sänger nachteilig.

Ein Pups mache die Menschen froh und frei und ein kleiner sie auch keine Schande, vermittelten Chormitglieder bei einem Sketch. Dabei bewunderten die Gäste.

Schuld war nur der Bossa-Nova und Skandal im Sperrbezirk waren weiter Highlights an dem Abend. Mit „Gute Nacht“ aus „My Fair Lady“ entließ der Chor die Gäste in einen weiteren, gemütlichen Abend. „Es war eine Spitzenleistung des Chores“ zeigten sich die aus Horstmar angereisten Wilhelm und Ursula Kempkes überzeugt und trafen damit wohl die Meinung aller im Saal.

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