Abschlussübung
Brand in den Drosten Tannen fordert viele Helfer

Horstmar -

„Auf rund 20 000 Quadratmetern in den Drosten Tannen sind mehrere Feuer ausgebrochen“, hieß es in der Meldung. Vor diesem Schreckensszenario hatten sich die Brandschützer während der lang anhaltenden Trockenperiode stets gefürchtet. Am Wochenende mussten sie sich der besonderen Herausforderung stellen. Glücklicherweise allerdings nur im Rahmen ihrer gut inszenierten Jahresabschlussübung. So entpuppte sich der vermeintliche Rauch als Produkt mehrerer Nebelmaschinen.

Montag, 29.10.2018, 13:48 Uhr aktualisiert: 02.11.2018, 16:54 Uhr
Mit ihren Tanklöschfahrzeugen brachten die Wehrkollegen im Pendelverkehr das Löschwasser in die an den Drosten Tannen bereitgestellten Faltbehälter.
Mit ihren Tanklöschfahrzeugen brachten die Wehrkollegen im Pendelverkehr das Löschwasser in die an den Drosten Tannen bereitgestellten Faltbehälter.

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde die Freiwillige Feuerwehr mit ihren beiden Löschzügen Horstmar und Leer gerufen. „Auf rund 20 000 Quadratmetern in den Drosten Tannen sind mehrere Feuer ausgebrochen“, hieß es in der Meldung. Auf Grund des Windes breitet sich das Feuer rasch aus. Das sehr dichte Unterholz erschwert den Helfern den Zugang. Das Feuer droht, sich auszubreiten,lauteten die weiteren Ansagen.

Vor diesem Schreckensszenario hatten sich die Brandschützer während der lang anhaltenden Trockenperiode stets gefürchtet. Am Wochenende mussten sie sich der besonderen Herausforderung stellen. Glücklicherweise allerdings nur im Rahmen ihrer gut inszenierten Jahresabschlussübung. So entpuppte sich der vermeintliche Rauch als Produkt mehrerer Nebelmaschinen.

Die Brandoberinspektoren Tobias Berkenharn und Frank Wenking hatten die Übung ausgearbeitet. Dabei ging es insbesondere darum, die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Bis zum nächsten Hydranten an der Kreisstraße nach Metelen wären es 800 Meter gewesen. Daher entschied man sich für eine Löschwasserversorgung aus dem Hydranten nahe der Besitzung Nienau an Bavings Kapelle.

Nur mit dem eigenem Personal und Gerät war dies nicht zu verwirklichen. Kurzerhand wurde Hilfe aus Burgsteinfurt, Metelen, Wettringen und Schöppingen angefordert. Mit ihren Tanklöschfahrzeugen brachten die Wehrkollegen im Pendelverkehr das Löschwasser in die an den Drosten Tannen bereitgestellten Faltbehälter und in eine Mulde (Container), die als Puffer dienten. Insgesamt waren 80 Feuerwehrleute im Einsatz.

Lange Wege mussten mit den Schläuchen zurückgelegt werden. Wegen der Größe des Waldgebietes wurden drei Abschnitte für die Brandbekämpfung gebildet, in denen jeweils ein Gruppenleiter für die Koordination verantwortlich war. Es gab sogar drei eigene Funkkreise. Dabei spielte insbesondere der Einsatzleitwagen als Führungs- und Steuerungsmittel eine wesentlich Rolle.

Es wurde nicht nur gelöscht, sondern mit Kettensägen der Wald vom Unterholz befreit, und das alles im Beisein des Försters Josef Diekamp. Die Gesamtleitung der Übung hatte Wehrführer Frank Burrichter. In der Manöverkritik lobte er das gute Zusammenwirken aller Einsatzkräfte.

Neben den Mitgliedern der Ehrenabteilung beobachteten auch Bürgermeister Robert Wenking, sein Stellvertreter Ludger Hummert sowie Ordnungsamtsleiter Heinz Lölfing die Übung. „Wir hatten den Eindruck, dass ruhig und strukturiert gearbeitet wurde“, lautete ihr Kommentar. Vor Ort waren auch Mitglieder der DRK-Ortsvereins und der Jugendfeuerwehr, die fleißig mitanpassten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6153777?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F
Nachrichten-Ticker