Gelungener Jahresauftakt
Dem Elend auf dem Sofa entkommen

Horstmar -

Dass sie am Sonntag ihr Sofa trotz des ungemütlichen Wetters verlassen haben, dürften die Landfrauen aus Horstmar und Leer nicht bereut haben.

Montag, 14.01.2019, 16:48 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 16:08 Uhr
Zunächst einmal stärkten sich die Besucherinnen mit einem reichhaltigen Frühstück. Anschließend sorgte Kabarettistin Anja Geuecke als „Hettwich vom Himmelsberg“ für Stimmung. Ehrengast in der Frauenrunde war Werner Artmann von der Sparkasse, der eine Spende von 500 Euro an die Vorsitzenden überreichte.
Zunächst einmal stärkten sich die Besucherinnen mit einem reichhaltigen Frühstück. Anschließend sorgte Kabarettistin Anja Geuecke als „Hettwich vom Himmelsberg“ für Stimmung. Ehrengast in der Frauenrunde war Werner Artmann von der Sparkasse, der eine Spende von 500 Euro an die Vorsitzenden überreichte. Foto: Rose

Ein wunderbares Frühstück mit allen Schikanen erlebten am Sonntagmorgen zahlreiche Landfrauen aus Horstmar und Leer. Sie waren gerne der Einladung der Vorstände ihrer Vereine zur gemeinsamen Veranstaltung gleich zum Jahresauftakt in den Borchorster Hof gefolgt. Darüber freuten sich die Gastgeberinnen Rita Schulze Pröbsting (Horstmar) und Elsbeth Denkler (Leer). Die Vorsitzenden hatten gefüllte Eier, eine Fischplatte und Obstsalat mitgebracht, um damit das reichliche Angebot an Köstlichkeiten noch zu vermehren.

„Wir sind sehr froh, dass auch einige ältere Damen anwesend sind, weil wir die Gemeinschaft, dass heißt, auch das Miteinander von Alt und Jung stärken möchten“, erklärte Rita Schulte Pröbsting zur Begrüßung. Ein Gläschen Sekt, mit oder ohne Orangensaft serviert, trug zur guten Stimmung bei.

„Ich fühle mich hier ausgesprochen wohl“, verriet Werner Artmann von der Sparkasse Horstmar schmunzelnd, der einziger Mann in der Runde weilte. Das Geldinstitut hatte den Auftritt der Kabarettistin Anja Geuecke mit 500 Euro gesponsert. Da durfte der Banker als Ehrengast natürlich nicht fehlen.

„Schönheit ist eine Frage der Beleuchtung“ hieß das Programm der Künstlerin, die als „Hettwich vom Himmelsberg“ nicht nur die Lachmuskeln ihres Publikums, sondern auch dessen Auge strapazierte. Denn die Akteurin betrat mit roter Plüschkappe, einer überdimensionalen Hornbrille, einem feinen Pelzkrägelchen in Altrosa und im Trainingsanzug, den ein Urwalddesign zierte, den Raum. Damit stieg sie auf einen Stuhle und meinte, dass sie sich freue, mal einen Sonntag nicht neben dem „Elend“ auf dem Sofa sitzen zu müssen. Bevor die Kabarettistin erklärt hatte, dass das ihr Siegfried sei, zitierte sie noch Wilhelm Busch mit dem Fernwehgedicht „Reise, reise“. Dass ihr Anzug „en vogue“ sei, wie sie es ausdrückte, „on wok“, daran ließ die Attendornerin aus dem Sauerland keinen Zweifel aufkommen. Deshalb hob sie ihr passendes Täschchen im „bewegten Grün“ in die Höhe. Auch die goldenen . Stiefel unterstrichen ihr Faible für ausdrucksvolle Outfits. Sie widersprach damit lebhaft Karl Lagerfeld, der einmal meinte, wer im Trainingsanzug das Haus verlasse, habe sein Leben nicht mehr unter Kontrolle. Im Gegenteil behauptete sie und berichtete von der Partnersuche, die unter dem Motto stand „Schönheit vergeht, Hektar besteht“. Jedenfalls traf sie den Nerv des Publikums, das mit Applaus und großem Gelächter ihrem Vortrag folgte.

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