„Fahrt nicht fort, kauft vor Ort“
Geschäft und Treffpunkt zugleich

Horstmar-Leer -

Über den „innogy“-Klimaschutzpreises 2018 freut sich die Genossenschaft „Unser Dorfladen in Leer“. Während einer Feierstunde im Rathaus haben Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Rüße und seine Kollegin Carolin Kolkmann ihn und das mit ihm verbundene Preisgeld von 1000 Euro entgegengenommen.

Sonntag, 20.01.2019, 15:00 Uhr
Im Beisein von Michael Kaiser, Christopher Kerkau, Ludger Hummert (v.l.), Bürgermeister Robert Wenking (2.v.r.) und Ernst Gerks (r.) nahmen Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Rüße und seine Kollegin Carolin Kolkmann (3.v.r.) den „innogy“-Klimaschutzpreis aus den Händen von Kommunalbetreuerin Monika Schürmann während einer Feierstunde im Historischen Horstmarer Rathaus entgegen.
Im Beisein von Michael Kaiser, Christopher Kerkau, Ludger Hummert (v.l.), Bürgermeister Robert Wenking (2.v.r.) und Ernst Gerks (r.) nahmen Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Rüße und seine Kollegin Carolin Kolkmann (3.v.r.) den „innogy“-Klimaschutzpreis aus den Händen von Kommunalbetreuerin Monika Schürmann während einer Feierstunde im Historischen Horstmarer Rathaus entgegen.

Gäbe es ihn noch nicht, müsste er erfunden werden. Besonders für Bürger, die nicht (mehr) mobil sind, ist seine Existenz geradezu lebensnotwendig. So sichert der Dorfladen in Leer die Basisversorgung mit Lebensmitteln der dortigen Bevölkerung. Ob Brötchen, Brot, Wurst oder Kaffee, im kleinen Geschäft an der Gartenstraße gibt es die Grundnahrungsmittel, die der Mensch zum Leben braucht.

Doch da dieser bekanntlich nicht vom Brot allein lebt, erfüllt das Lädchen noch eine weitere wichtige Funktion, ist er doch Begegnungs- und Kommunikationsstätte für die Leerer. Sie schätzen nicht nur den Plausch beim Einkauf im Laden, sondern auch die monatlichen Grillabende, die jeweils von einer anderen Gruppierung ausgerichtet werden.

Im vergangenen September hat es sogar einen „Dorfladen Flashmob“ gegeben, zu dem der dort auftretende Chor „Only Sometimes“ animiert hatte. „Da haben wirklich alle mitgemacht“, erinnert sich Klaus Rüße mit Freude. Er ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Genossenschaft, die den Dorfladen seit seiner Gründung und Eröffnung im Oktober 2013 trägt. Als solcher ist er samt seinen Mitstreitern immer wieder gefordert, Reklame für den Einkauf im Dorfladen zu machen. So reicht es nicht, wenn die Kunden nur das dort besorgen, was sie woanders vergessen haben. Das betont Bürgermeister Robert Wenking während der Verleihung des innogy-Klimaschutzpreises 2018 an die Genossenschaft „Unser Dorfladen in Leer“, die im Historischen Rathaus der Stadt Horstmar erfolgt. „Ich freue mich reisig darüber“, bekennt der Aufsichtsratsvorsitzende, der von seiner Kollegin Carolin Kolkmann begleitet wird. Sein Dank gilt dem Bürgermeister, der Jury, „innogy“ und dem stellvertretenden Bürgermeister Ludger Hummert, der die Genossenschaft für den Klimaschutzpreis vorgeschlagen hat. Dass diese das Rennen gemacht hat, beflügelt die Verantwortlichen, die immer darum kämpfen, dass das Eigenkapital von ursprünglich 85 250 Euro nicht weiter schrumpft. In 2017 habe man zum ersten Mal ein Plus von 3500 Euro erwirtschaftet, gibt Rüße zu bedenken, dass das Ergebnis für 2018 noch aussteht.

„Das ist schon längst fällig gewesen“, betont „innogy“-Kommunalbetreuerin Monika Schürmann, als sie den Klimaschutzpreis überreicht. So erfülle die Genossenschaft mit ihrem Projekt, das unter dem Motto „Fahrt nicht fort, kauft vor Ort“ stehe, alle Kriterien der Wirksamkeit für den Umweltschutz. Durch ihren tatkräftigen Einsatz hätten es die ehrenamtlichen Helfer geschafft, dass die Bürger vor Ort einkauften und ihr Fahrzeug stehen ließen, was erheblich zur CO2-Einsparung in der Region beitrage. Für dieses besondere Umweltengagement erhalte die Genossenschaft auch das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. „Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung, Nachhaltigkeit und persönlicher Einsatz“, nennt die Kommunalbetreuerin weitere Bedingungen, die die dörfliche Initiative erfülle. Dass diese jede Unterstützung gebrauchen kann, betont Rüße. So fragt er die an der Verleihung teilnehmenden Kommunalpolitiker nach dem schon lange versprochenen Schild, mit dem auch Radfahrer aus anderen Orten zum Dorfladen gelockt werden sollen.

„Das tut schon weh, denn wir haben den Schaden“, antwortet der Jurist angesprochen auf die verübten Einbrüche in den Dorfladen, bei denen meistens Zigaretten geklaut worden sind. Trotzdem denke er nicht daran, diese aus dem Sortiment zu nehmen, denn dadurch verlöre man leider jene Kunden, die Tabakwaren bräuchten und andere Waren mitnähmen.

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