Mensa auch für Grundschüler?
Geht es oder geht es nicht?

Horstmar -

Die Stadt Horstmar als Schulträger überlegt, ob die Mensa am Lernzentrum Horstmar nicht auch von Schülern der Offenen Ganztagsschule genutzt werden kann. Das hätte die Vorteile, dass die Kommune Geld einsparen könnte und die Mensa auf Dauer ausgelastet ist. In seiner jüngsten Sitzung hat der Schulausschuss über diese Frage beraten.

Freitag, 01.02.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 15:58 Uhr

„Werden die Schüler des Offenen Ganztags der Astrid-Lindgren-Schule ihr Mittagessen künftig in der Mensa des Lernzentrums Horstmar einnehmen?“ Mit dieser Frage befassten sich die Mitglieder des Schulausschusses während ihrer jüngsten Sitzung. Als Schulträger hat die Stadt Horstmar die Diskussion ins Rollen gebracht. Vor dem Hintergrund, dass die Schülerzahlen steigen und damit auch der Raumbedarf an der Grundschule ständig weiter wächst, wurden entsprechende Überlegungen angestellt, wie man der Lage Herr werden kann.

Nur Vorteile sieht Bürgermeister Robert Wenking in der vorgeschlagenen Lösung für das Problem. Schließlich verfüge die Burgmannsstadt über eine voll ausgebaute moderne Mensa, die nur 300 Meter von den Grundschülern entfernt sei. Diese habe die Kommune eine Million Euro gekostet. „Ich meine es ist machbar und darstellbar“, erklärte der Verwaltungschef, der die Stadt gerne vor weiteren Kosten bewahren würde und sich eine Auslastung der Mensa auf Dauer wünscht.

Aus „rein technischer und organisatorischer Sicht“ des Schulträgers wäre es möglich, befand auch Verwaltungsmitarbeiter Detlef Wilming, der für das Schulwesen in der Burgmannsstadt zuständig ist. Das hätte ein Testessen in der Mensa gezeigt, das nach einer vorhergehenden Besprechung beider Schulleitungen, der OGS-Leitung und der Verwaltung durchgeführt worden sei. Weil die Bedingungen nicht gestimmt hätten, wäre dieses am ersten Tag nicht so gut gelaufen. So sei zu viel Unruhe entstanden, was dem pädagogischen Konzept der Schule nicht entspräche. Am zweiten Tag hätte es dann kleine Gruppen an den Tische gegeben, die schon eingedeckt waren. Das Essen habe in Schüsseln bereitgestanden, so dass die Kinder es sich nicht selbst holen mussten.

Skeptisch zeigte sich die kommissarische Schulleiterin. Sie wies auf die Zeitverzögerung von zehn Minuten hin, die alleine durch das Ankleiden der Grundschüler und den Weg zur Mensa entstände. Bei schlechtem Wetter könnten die Kinder unterwegs nass werden. Zudem hätten die Schüler reihum Klassendienste zu verrichten, was zum pädagogischen Konzept gehöre. Claudia Gerldermann bezweifelte, dass die große Mensa den jungen Schülern den geschützten Raum mit einer „familienähnlichen Situation“ biete, den diese in ihrem Alter noch bräuchten.

Ein weiteres Zeitproblem gäbe es am Nachmittag, denn ab 15 Uhr liefen die AGs und danach würden die Kinder abgeholt.

„Könnte das Konzept nicht dem Bedarf angepasst werden?“, fragte CDU-Fraktionschef Winfried Mollenhauer, der sich überzeugt zeigte, dass alle Probleme mit viel gutem Willen lösbar seien. Einzig die Situation der Kinder aus Leer sei nicht so glücklich, doch sicher gäbe es auch dafür eine Lösung, gab sich der Christdemokrat optimistisch.

SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Kaiser warnte davor, die Sache übers Knie zu brechen. Vielmehr Sinn mache es, über das Für und Wider in aller Ruhe nachzudenken.

„Vielleicht sehen wir in unserer nächsten Sitzung im März schon klarer“, hoffte Ausschuss-Vorsitzende Petra Raus, dass die Verwaltung und die Fraktionen das „komplexe Thema“ bis dahin näher beleuchtet und Lösungen gefunden hätten.

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