Faszinierend
Gemeinsam über Stock und Stein

Horstmar-Leer -

Obwohl das ungemütliche Wetter am Wochenende nicht gerade zum Wandern einlud, genossen die rund 60 Teilnehmer den Schnatgang mit dem Ortskulturring Leer. Dieser führte die Wanderer an die Grenzen von Horstmar. Dabei entdeckte die Gruppe versteckte Ecken von Leer und genoss einen herrlichen Ausblick vom Schöppinger Berg. Der nächste Schnatgang ist für den 16. Februar geplant.

Montag, 04.02.2019, 11:04 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 16:18 Uhr
Bei ungemütlichem Wetter machten sich die rund 60 Teilnehmer zum Schnatgang mit dem Ortskulturring auf.
Bei ungemütlichem Wetter machten sich die rund 60 Teilnehmer zum Schnatgang mit dem Ortskulturring auf. Foto: cvr

Über Stock und Stein führte der Schnatgang, den der Ortskulturring Leer am Wochenende den Bürgern anbot. Rund 60 Teilnehmer waren der Einladung trotz des trüben Wetters gefolgt. Sie zeigten sich am Ende der Grenzumrundung, die ihnen 20 Kilometer Fußmarsch abverlangte, mehr als beeindruckt. Dabei ging es querfeldein über Wiesen und Felder.

„Nur die Harten kommen in den Garten“, bemerkte Vorsitzender Franz Ahmann Junior in Anbetracht des ungemütlichen Wetters schmunzelnd, als er die Teilnehmer begrüßte. Bevor es losging, erzählte er etwas über die Geschichte des Schnatgangs und über die Entstehung dieses Brauches, der auf Streitigkeiten zwischen verschiedenen Orten zurückzuführen ist. Zur Kennzeichnung der Grenzen dienten schon damals besondere Markierungen, wie beispielsweise Hecken, Flüsse, Bachläufe oder Grenzsteine. Einige davon sind auch heute noch zu sehen.

Kartenmaterial findet sich im Internet unter tim-online.nrw.de. Andreas Loos hat vor einigen Jahren die Grenzen auf einer aktuellen Karte eingetragen, sodass es dieses Mal für die Wanderer einfacher war, die richtigen Wege zu finden und zu gehen.

Gestärkt durch einen Leerer Mühlentropfen am Kalvarienberg machte sich die muntere Schar auf ihren Weg. Schon bald erreichte die Gruppe das freie Feld. Viele der Teilnehmer zeigten sich verwundert, wie schön die Landschaft rund um das Dorf ist. Zwischendurch war festes Schuhwerk gefragt, denn teilweise war der Boden recht sumpfig.

Mittags gab es dann bei Wermelt in der Alst Suppe und Getränke, damit alle gut gestärkt weiterlaufen konnten. Auf dem Schöppinger Berg bot sich ein herrlicher Ausblick auf Leer. Dort war die Tour dann beendet. Zum Abschluss ging es zur Gaststätte Selker. Bei einem leckeren Abendessen und Getränken dort konnten die Teilnehmer den Tag beim gemütlichem Beisammensein ausklingen lassen.

„Wir sind zwar an die Grenzen von Leer gekommen, aber nicht an die eigenen Grenzen“ stellten die Teilnehmer am Ende des Tages bilanzierend fest. Erfreut zeigten sie sich darüber, versteckte Ecke ihrer Heimat kennengelernt zu haben. Während dieses Mal der östliche Teil rund um die Grenzen von Horstmar erkundet worden ist, steht während des nächsten Schnatganges am 16. Februar (Samstag) das westliche Gebiet auf dem Programm. Dabei geht es durch die Drosten Tannen und rund um die Grenzen von Metelen.

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