Kfd Horstmar unterstützt die „Aktion Maria 2.0.“ mit einer eigenen Initiative
„Krippe statt Prunk“

Horstmar -

Endlich haben wir Frauen die Möglichkeit, eine Botschaft an unsere Kirche zu senden und für Gleichberechtigung zu kämpfen.“ Mit diesen Worten begrüßte die Teamsprecherin der Horstmarer Kfd, Karin Mollenhauer, mehr als 100 Frauen zur Beteiligung an der „Aktion Maria 2.0“. Dazu hatte die Kfd auf den Kirchplatz von St. Gertrudis eingeladen. Sie und ihr Team freuten sich über die große Resonanz.

Montag, 20.05.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 16:20 Uhr
Ein symbolisierter Globus mit Strahlen aus weißen Tüchern auf dem Kirchplatz von St. Gertrudis machte deutlich, dass es sich um ein weltweites Anliegen von engsgierten Chrsitinnen handelt.
Ein symbolisierter Globus mit Strahlen aus weißen Tüchern auf dem Kirchplatz von St. Gertrudis machte deutlich, dass es sich um ein weltweites Anliegen von engsgierten Chrsitinnen handelt. Foto: fn

„Endlich haben wir Frauen die Möglichkeit, eine Botschaft an unsere Kirche zu senden und für Gleichberechtigung zu kämpfen.“ Mit diesen Worten begrüßte die Teamsprecherin der Horstmarer Kfd, Karin Mollenhauer, mehr als 100 Frauen zur Beteiligung an der „Aktion Maria 2.0“. Dazu hatte die Kfd auf den Kirchplatz von St. Gertrudis eingeladen. Sie und ihr Team freuten sich über die große Resonanz. Als Ausdruck ihrer Gemeinschaft waren die Besucherinnen überwiegend in weißen Blusen gekommen.

Ein auf dem Pflaster des Kirchplatzes platzierter Globus mit Strahlen aus weißen Tüchern machte deutlich, dass es sich um ein weltweites Anliegen von engagierten Christen handelt. Während in der Pfarrkirche die Vorabendmesse gefeiert wurde, bei der die Figur der heiligen Maria mit einem weißen Tuch verhüllt war, prägten besinnliche Texte, Lieder und Gebete die Zusammenkunft vor dem Gotteshaus.

In der Politik und in der Gesellschaft habe sich in den vergangenen Jahren viel Grundlegendes verändert, in der katholischen Kirche dagegen gebe es ein „großes Demokratiedefizit“.

„Unserer Meinung nach ist die Frauenfrage nicht ein Problem unter vielen, sondern es ist eine Frage von Sein oder Nichtsein der katholischen Kirche“, betonte Karin Mollenhauer. Es gäbe keinen Grund, warum Frauen nicht zu allen kirchlichen Ämtern und Diensten zugelassen werden sollen. Man könne und dürfe es nicht zulassen, dass diesen prinzipiell nicht alle Wege offen ständen, denn Gott sei zuerst Mensch geworden und nicht Mann.

Die Teilnehmer waren sich einig, mit der Aktion nicht gegen die katholische Kirche zu arbeiten. Man wolle eine Zeichen setzen für einen Neubeginn und Neuanfang. Sonst würde man einfach aus der Kirche austreten. „Wir machen weiter und kämpfen für das Amt der Frau in der katholischen Kirche“, ging auch aus den verschiedenen Angeboten hervor. So konnte man auf einem großen weißen Laken seine Bereitschaft zur Teilnahme dokumentieren, Unterschriftslisten lagen aus.

An den Mauern von St. Gertrudis war auch das große Netz befestigt, das bereits bei den Jubiläumsfeierlichen zum Einsatz gekommen war. An diesem konnten die Besucher ihre Wünsche anknüpfen. Davon wurde rege Gebrauch gemacht. Allen Wünschen war gemeinsam, dass sich die Kirche auch den Frauen öffnen möge und den Priestern ein Familienleben ermögliche. „Krippe statt Prunk“ brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt.

„Ich finde es gut, dass es eine Aktion für und nicht gegen die Kirche ist“, erklärte Pfarrdechant Johannes Büll, der Teilnehmer der Aktion war. Besonders habe ihm die Aussage in der Ankündigung gefallen, dass man die Kirche wachküssen wolle. Als Fazit dieser Veranstaltung wird nachklingen, ein Zeichen gesetzt zu haben. Man sei bereit, einen neuen Schritt zu wagen und aufzubrechen, wozu es schon lange Zeit werde.

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