NABU und Grüne informieren Besucher während eines Aktionstages im Drostenkämpchen
Auf Tuchfühlung mit Mutter Natur

Horstmar -

Auf Tuchfühlung mit der Natur konnten die Besucher des Aktionstags des Naturschutzbundes und Bündnis 90/Die Grünen im Nabugarten im Drostenkämpchen gehen. „NAtürlich BUnt und GRüN“ lautete sein Motto. Dabei erwies sich der Garten als kleines Paradies zum Wohlfühlen, in dem jeder eine Menge über Tiere und Pflanzen erfahren konnte.

Dienstag, 21.05.2019, 10:30 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 16:20 Uhr
Neben dem Naturerlebnis nahmen die Besucher auch jede Menge Informationen über Flora und Fauna mit nach Hause.
Neben dem Naturerlebnis nahmen die Besucher auch jede Menge Informationen über Flora und Fauna mit nach Hause.

Naturbelassene Rasenflächen, jede Menge bunte Blumen, Insektenhotels, ein Bienen-Schaukasten – dass alles und vieles mehr gab es am Sonntag im NABU-Garten im Drostenkämpchen zu erleben. Der Naturschutzbund und Bündnis 90 / Die Grünen hatten dazu eingeladen und viele kamen. „NAtürlich BUnt und GRüN“ lautete das Motto an diesem Tag. Der Garten erwies sich als kleines Paradies zum Wohlfühlen, in dem jeder eine Menge über Tiere und Pflanzen erfahren konnte.

„Wir zeigen, wie sich ein naturnaher Garten gestalten lässt“, sagte Grünen-Ortsverbandssprecher Alfons Rottmann. Weniger Schotter und mehr Natur, dass hilft den zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum zu finden, damit sie auch im Zukunft ein wichtiger Teil des Ökosystems zu bleiben.

Imker Bernhard Haschke zeigte und erläuterte, wie es bei den Bienen zugeht. „Die Honigbiene ist besonders wichtig“, betonte er, „ sie ist schon ab zehn Grad Celsius unterwegs um kümmert sich um die Bestäubung der Frühblüher.“

„Es wäre günstig, den Rasen nicht schon im März zu schneiden, um den früh blühenden Blumen eine Chance zu geben“ empfahl Alfons Rottmann.

„Die Honigernte ist für uns Imker nur ein Aspekt“, hob Haschke hervor und wies auf die Bedeutung der Bestäubung von Blüten hin, bei der neben den Honigbienen auch die Hummeln und Wildbienen eine Rolle spielen. Manches gibt zur Besorgnis Anlass. „2018 sind in Horstmar nahezu alle Bienenbestände eingegangen“, beschrieb der Imker. Zwar lässt sich nur spekulieren doch vermutet er, dass die Gründe auch in der exzessiven Verwendung von Insektiziden zu suchen sind.

Informationen gab es über natürliche Nisthilfen. „Hecken und Sträucher sind nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch im Garten ein wichtiger Rückzugsort für unsere heimischen Singvögel“, stand auf einer Schautafel zu lesen. Auch ein Plädoyer für mit Efeu und Wein begrünte Fassaden war enthalten. Nistkästen in großer Zahl, Infomaterial über jegliche Form des Naturschutzes sowie selbstverständlich Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke bereicherten den Tag.

Ein großes Rätsel-Glücksrad drehte sich unaufhörlich und versprach für die korrekte Beantwortung von Fragen wie „Was ist eine Wildbiene?“ ein Tütchen mit Pflanzensamen. Wer sich mit dem Thema auskannte, durfte Samenkörner von Stockrosen, Wicken und anderen bunten Blühern mit nach Hause nehmen.

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