Leer-Dörfer bereiten sich mit dem „Fahnensünnen“ auf ihr nahendes Schützenfest vor
Vogelstand hat seine ganz eigene Geschichte

Horstmar-Leer -

Zum traditionellen „Fahnensünnen“ trafen sich die Mitglieder des Schützenvereins Leer-Dorf am Wochenende nicht wie gewöhnlich im Vereinslokal Vissing/Wegmann, sondern an der Vogelstange in den Herswiesen. Dort existiert der Vogelstand seit 50 Jahren, was entsprechend gewürdigt werden sollte.

Montag, 24.06.2019, 16:19 Uhr
Die Schützen Leer-Dorf sind stolz auf ihren in Eigeninitiative erstellten Vogelstand in den Herswiesen stolz. Dort fand am Wochenende das „Fahnensünnen“ statt.
Die Schützen Leer-Dorf sind stolz auf ihren in Eigeninitiative erstellten Vogelstand in den Herswiesen stolz. Dort fand am Wochenende das „Fahnensünnen“ statt. Foto: fn

Frank Lölver, der stellvertretende Vorsitzende der Dörfer, erinnerte an die Geschichte der Vogelstange. Seinerzeit wurde ein Bauausschuss gegründet, dem Walter Dapper, Hermann May, Theodor Gerdes, Martin Bömer, Alfred Ahlers und Josef Große Kleimann angehörten. Die Statik erstellte Alfons Raus. „Sie war durch die Bauaufsicht problemlos genehmigt worden“, erinnerte er sich. Die Folge waren zwei weitere Aufträge für die Schützenvereine Alst und Niedern Altenburg.

An der Vogelstange wurden in den vergangenen Jahren Änderungen und Modernisierungen vorgenommen. Das mühselige und kraftraubende händische Aufziehen des Vogels wurde durch einen elektrischen Motor ersetzt. Mit einem Kugelfang konnte die Stange den heutigen sicherheitsrelevanten Anforderungen angepasst werden.

Besonders schätzt man das gute nachbarschaftliche Verhältnis zur Familie Ewald Hölscher und Alf Bäumer. Nachbar Karl Heinz Telgmann hat sogar sein Grundstück für den Schießstand zur Verfügung gestellt. Werner Thiemann und Walter Ahlers kümmern sich um den technisch einwandfreien Zustand der Anlage und die elektrische Versorgung.

Felix Ahmann hat bereits 50 Nester der Eichenprozessionsspinner am Schießplatz beseitigt.

Henning Wickenbrock, Tobias Kockmann und Fabian Lüring ist es zu verdanken, dass es eine neue Garderobe am Vogelstand gibt. Dort können die Ausrüstungen während des Königsschießens aufbewahrt werden. Eine neue Flinte, die Henning Wickenbrock und Thomas Selker beschafften, wird beim nahenden Schützenfest erstmals zum Einsatz kommen.

Nach den vielen Dankesworten fand das „Fahnensünnen“ statt. Dabei werden die Banner an die Sonne gehalten, um sie vom Staub des Jahres zu befreien.

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