Kulturrucksack: Kinder fertigen Skulpturen aus Ytong-Steinen
Kunst ist manchmal auch harte Arbeit

Horstmar-Leer -

Von Hitze und Staub ließen sich die kreativen Kids aus Horstmar und Leer nicht abhalten. Mit Fantasie und körperlichem Einsatz gestalteten sie Skulpturen aus Ytong-Steinen. „Das ist wirklich anstrengend, denn die Steine sind sehr fest“, zeigte sich auch Ida Fiebig, Leiterin des Jugendtreffs Vipz in Horstmar, überrascht. So war es für die zehn Jungen und ein Mädchen ein wahrhaft „steiniger“ Weg vom Entwurf bis zur fertigen Skulptur.

Donnerstag, 04.07.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 16:36 Uhr
Stolz präsentierten die Kinder erste Erfolge ihrer Arbeit. Künstler Andreas Laugesen (M.) unterstützte und gab wertvolle Tipps. Die Jugendtreff-Leiterinnen Doris Zintl und Ida Fiebig (r.) staunten.
Stolz präsentierten die Kinder erste Erfolge ihrer Arbeit. Künstler Andreas Laugesen (M.) unterstützte und gab wertvolle Tipps. Die Jugendtreff-Leiterinnen Doris Zintl und Ida Fiebig (r.) staunten. Foto: Regina Schmidt

Angeleitet und tatkräftig unterstützt wurden die Kinder von Andreas Laugesen. Der für seine Skulpturen bekannte Künstler hat sein Atelier in der Bauerschaft Ostendorf. „Ich arbeite sonst nicht mit Kindern, aber dieses Projekt gefällt mir und für mein Dorf mache ich das gerne“, so Laugesen.

Selbst versiert im Umgang mit Werkzeug, zeigte er den Kindern, wie man den Stein mit Hammer, Säge und Feile richtig bearbeitet. Streng genommen handelt es sich bei Ytong nicht um Stein, sondern um dampfgehärteten Leichtkalkbeton. Wird er bearbeitet, entsteht feiner weißer Staub, der sich sofort ringsum verteilt. „Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder Schutzmasken tragen“, erklärte Doris Zintl vom Leerer Jugendtreff. Außerdem arbeiteten die Kinder im Freien, auf dem Platz vor der Astrid Lindgren-Grundschule in Leer.

„Der Wunsch, etwas mit Ytong zu fertigen, kam von den Kindern selbst und deshalb sind alle hoch motiviert“, freuten sich die beiden Jugendtreff-Leiterinnen. Die Kids setzten sich dabei sehr unterschiedliche Ziele, die Motive ihrer Skulpturen hatten eine große Bandbreite. „Ich mache eine Katze für meine Mama“, erklärte der zwölfjährige Lukas. Janus (elf) meißelte lieber das Emblem seines favorisierten Fußballvereins in den Stein. Andere entschieden sich für coole Trecker oder ihre Initialen. Die Motorrad-Fans Hennes (11) und Lutz (10) wagten sich an den Schriftzug ihrer Lieblingsmarke KTM. Einige schafften sogar zwei Figuren. „Ich habe eine Eule und einen Fisch“, verkündete die zehnjährige Marie stolz.

Die Aktion Skulpturen aus Ytong war in diesem Jahr bereits das zweite Projekt im Rahmen des „Kulturrucksack NRW“. Organisiert werden die Angebote dieses landesweiten Förderprogramms vor Ort seit Jahren vom Stadtmarketingverein HorstmarErleben in Kooperation mit den Jugendtreffs Vipz und JuLe.

Die Volksbank Ochtrup-Laer ist als Sponsor aktiv. Noch im Juli steht die nächste Aktion für zehn bis 14-jährige an: Es wird ein Film in Stopp-Motion-Technik hergestellt. Im Oktober lädt das Kinder Ferien- und Freizeitwerk Horstmar zur „Stadtmalerei“ ein.

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