Open-Air-Konzert im Garten der Berkenbrock-Gaststätte „Zum Münstertor“ findet viele Freunde
Den Geist des Rocks beschworen

Horstmar -

Auch wenn das Wetter beim zweiten Open-Air-Konzert im Garten der Gaststätte „Zum Münstertor“ am Samstagabend besser hätte sein können, war die Stimmung beim Publikum mehr als gut. Dafür sorgten die Bands „Guitar Crasha“ und „God hates green“. Beide Formationen verstanden es, ihre Zuhörer zu begeistern. Sie beschworen den guten alten Geist des Rocks.

Sonntag, 18.08.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 19.08.2019, 15:18 Uhr
„Guitar Crasha“, Top-Act des Abends hatte viele Coverversionen legendärer Oldies im Gepäck. „God hates green“ (rechtes Bild) fachten mit ihrem Indie-Rock die Stimmung an.
„Guitar Crasha“, Top-Act des Abends hatte viele Coverversionen legendärer Oldies im Gepäck. „God hates green“ (rechtes Bild) fachten mit ihrem Indie-Rock die Stimmung an. Foto: Nix

Satte Gitarrenriffs und legendäre Oldies erklangen am Samstagabend im Innenhof der Gaststätte „Zum Münstertor“ der Gebrüder Berkenbrock. Open Air war angesagt. Zum zweiten Mal begeisterte die Schöppinger Formation „Guitar Crasha“ das Publikum. Als Vorgruppe heizte „God hates green“ aus Münster die Stimmung an.

Das Wetter war leider nicht so optimal wie vor einem Jahr, als das Musiker-Quintett das erste Mal in Horstmar auftrat. Die dunklen Wolken hielten aber kaum einen Fan davon ab, das Konzert zu besuchen. Die meisten Gäste brachten gleich ihren Freundeskreis mit. Im Laufe des Abends stießen immer weitere Rockfans hinzu, so dass es ein kleines Festival wurde.

Seit zehn Jahren macht die Gruppe „Guitar Crasha“, Main-Act des Abends, Musik. Die Cover-Formation ist Garant für feinste Blues- und Rockmusik, unter anderem von ZZ Top und der Südstaaten-Band „Lynyrd Skynyrd“, deren Song „Sweet Home Alabama“ schon lange Kultstatus besitzt.

„Eigene Sachen bringen wir nicht“, sagen die Bandmitglieder. Ist auch gar kein Problem, denn klassische Musiker spielen schließlich auch immer wieder historische Kompositionen.

Anheizer war zunächst die Band „God hates green“ mit ihrem weitgehend selbst komponierten Alternativ-Rock-Repertoire. „Einer unserer absoluten Lieblingssongs ist Porcellain“, sagte Bassist und Gitarrist Günter Mond in einem Gespräch. Darin geht es um das Ende des Sommers und wie damit auch Gefühle zerbrechen. „Ashes and Bones“ handelt davon, wie schnell alles vorbei sein kann und dass man jeden Tag genießen sollte. Sozusagen ein „Carpe diem“- Lied. Die Textinhalte sind philosophisch. Musikalisch entlocken die Bandmitglieder ihren Instrumenten zum Teil harten Rock mit wunderbarer Solo-Gitarre.

„Guitar Crasha“ betraten nach 21 Uhr die Bühne und ließen in Flower-Power-Erinnerungen schwelgen. Sie interpretierten „Honky Tonk Woman“ und „Brown Sugar“ von den Rolling Stones, „Hey Joe“ sowie „Little Wing“ von Jimi Hendrix und hatten das Publikum immer auf ihrer Seite. Von der Altersstruktur kannten die Meisten der Zuhörer viele Songs noch aus ihrer Jugendzeit.

„Radar Love“ machte die niederländische Band „Golden Earring“ im Jahr 1973 weltbekannt. „Born to be Wild“ von Steppenwolf wurde zur Hymne der Biker, nachdem der Song 1969 im Film „Easy Rider“ zu hören war. „Guitar Crasha“ spielten die Klassiker mit bestem Feeling für den Zeitkontext und mit viel Groove, so dass das Publikum wie bereits vor einem Jahr restlos begeistert war.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6856138?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F
Nachrichten-Ticker