Ausstellung in der Werktags-Kirche in Leer bereichert das Pfarrfest am Wochenende
Besondere Zeichen der Frömmigkeit

Horstmar-Leer -

„In früheren Zeiten wurde Frömmigkeit intensiver gelebt“, zeigen sich Waltraud Overkamp, Helga Viefhues, Mechthild Ahmann und Ruth Hüsing überzeugt. Die vier Frauen laden während des Pfarrfestes am kommenden Wochenendes in Leer zu einer besonderen Ausstellung in die Werktags-Kirche ein. Diese steht unter dem Thema „Gelebte Frömmigkeit“.

Dienstag, 27.08.2019, 15:14 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 15:42 Uhr
Waltralud Overkamp, Helga Vierfhues, Mechthild Ahmann und Ruth Hüsing (v.l.) freuen sich über die zahlreichen Exponate, die sie zur Ausstellung „Gelebte Frömmigkeit“ von Bürgern zur Verfügung gestellt worden sind.
Waltralud Overkamp, Helga Vierfhues, Mechthild Ahmann und Ruth Hüsing (v.l.) freuen sich über die zahlreichen Exponate, die sie zur Ausstellung „Gelebte Frömmigkeit“ von Bürgern zur Verfügung gestellt worden sind. Foto: fn

Die Besucher des Pfarrfestes, das am kommenden Wochenende rund um die Ss.-Cosma-und-Damian-Kirche in Leer gefeiert wird, dürfen sich auf eine besondere Ausstellung freuen. In der Werktags-Kirche werden am Samstag (31. August) und am Sonntag (1. September) einige 100 Exponate zum Thema „Gelebte Frömmigkeit“ präsentiert.

Initiatorin dieser besonderen Veranstaltung ist Waltraud Overkamp, die eine derartige Ausstellung Weihnachten 2018 in Gemen gesehen hatte. Für die Vorbereitungen hat sie sich Helga Viefhues, Mechthild Ahmann und Ruth Hüsing mit ins Boot geholt. „Ich bin total überrascht, wie groß die Resonanz auf die Bitte war, für diese Ausstellung Gegenstände zur Verfügung zu stellen“, freut sich Waltraud Overkamp.

Es sind zum Teil sehr wertvolle Andenken zusammen gekommen, die Familien aus Leer und Umgebung zur Verfügung gestellt haben. Zum Sortiment gehören beispielsweise Gebetbücher aus dem Jahr 1735, eine Madonnenstatue von 1898 oder eine Marc-Chagall-Bibel. Eine weitere Rarität ist ein auf einem Lederläppchen befestigtes kleines Holzkreuz. „Dieses ist ein Holz aus Ahornbaum, auf welchem die Muttergottes erschienen ist – Ostpreußen“, steht auf seiner Rückseite zu lesen.

Zudem gibt eine umfangreiche Sammlung von Kommunionbildchen. „Wir haben sie damals behalten und doppelte Exemplare ausgetauscht“, erinnert sich Mechthild Ahmann. Heute sammle man Fotos von Fußballern. Tassen waren als Geschenke bei der Erstkommunion beliebt.

Üblich waren früher auch in regelmäßigen Abständen Missionspredigten vor Ort. Als Erinnerung daran, verteilte der Prediger Bilder. Eine Urkunde aus dem Jahr 1940 zeigt, dass die Familie Bernhard Viefhues demütig „zu den Füßen Eurer Heiligkeit“ kniete und den Heiligen Vater um den apostolischen Segen sowie um einen vollkommenen Ablass in der Todesstunde bat.

Natürlich fehlt neben vielen Rosenkränzen, Kreuzen, Weihwassertöpfchen, Gebetbüchern und Bibeln auch ein Herrgottswinkel nicht. Auf einem Holzrelief ist eine stillende Gottesmutter zu bewundern. „In früheren Zeiten wurden Frömmigkeit intensiver gelebt“, sind sich die Organisatorinnen Waltraud Overkamp, Helga Viefhues, Mechthild Ahmann und Ruth Hüsing einig. Die Besucher der Ausstellung werden das bestätigen können.

Pfarrdechant Johannes Büll sieht in der Ausstellung ein deutliches Zeichen, wie religiöses Brauchtum die Menschen früher geprägt und heute immer noch prägt.

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