Pfarrfest rund um die Kirche stärkt die Gemeinschaft im Dorf
„Beisammensein ist göttlich“

Horstmar-Leer -

Beim Pfarrfest der Kirchengemeinde St. Gertrudis in Leer war das gesamte Dorf auf den Beinen. So beteiligten sich fast alle Gruppierungen am bunten Treiben rund um die Kirche Ss. Cosmas und Damian mit Ständen und Angeboten. Besonders beeindruckend waren die Ausstellungen. Auch der Losverkauf lief gut.

Montag, 02.09.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 16:16 Uhr
Viel Spaß hatten die Teilnehmer des Flashmobs, der im Rahmen des Pfarrfestes mitten auf dem Kirchplatz stattfand. Während des Gottesdienste in der Pfarrkirche wurde die Bilderausstellung zum Thema „Hände“ präsentiert und von Diakon Ralf Laumann (l.) und Prädikant Alexander Becker kommentiert.
Viel Spaß hatten die Teilnehmer des Flashmobs, der im Rahmen des Pfarrfestes mitten auf dem Kirchplatz stattfand. Während des Gottesdienste in der Pfarrkirche wurde die Bilderausstellung zum Thema „Hände“ präsentiert und von Diakon Ralf Laumann (l.) und Prädikant Alexander Becker kommentiert. Foto: Neugebauer

„Wer mitmacht, (er-)lebt Gemeinde“ lautete am Wochenende das Motto des Pfarrfestes rund um die Kirche Ss. Cosmas und Damian. Dieses nahmen sich mehr als 1000 Besucher zu Herzen. Während es rund um Leer am Samstagabend kräftige Gewitterschauer gab, blieb es im Dorf glücklicherweise nur bei einem kurzen Schauer.

Inhaltlich ging es während der Auftakt-Festgottesdienstes um das Thema „Hände“. So standen die in der Kirche ausgestellten Bilder der heimischen Fotografin Gudrun Kremer im Mittelpunkt. Die Künstlerin hatte zahlreiche charakteristische Hände mit großer Aussagekraft aufgenommen. Dass diese eine Menge erzählen können, belegten auch die dazugehörigen Zitate aus der Bibel. Der Chor „Only sometimes“ sorgte für die musikalische Begleitung.

Großen Anklang fand auch die Ausstellung zum Thema „Gelebte Frömmigkeit“ in der Werktagskirche und der Taufkapelle. Insbesondere die ältere Generation erinnerte sich an die Zeit, als noch Kommunionbildchen getauscht wurden, Weihwassertöpfchen zur Ausstattung gehörten und Madonnenstatuen die Wohnzimmer schmückten.

Fast alle dörflichen Gemeinschaften brachten sich beim Pfarrfest ein. „Das war eine runde Sache, schon beim Aufbauen der zahlreichen Stände haben wir Gemeinsamkeit erlebt“, berichtete Doris Brinkers-Wenking.

Gleich mit zwei Aktionen beteiligte sich die Kfd, einmal im Pfarrheim und im Festzelt bei Kaffee und 45 Kuchen und am Bowle-Stand, der bereits am ersten Abend ausverkauft war. Der im Dorfladen nachgeorderte Nachschub reichte auch nur bis Sonntagmittag.

„Ausverkauft“ hieß es Sonntag um 15 Uhr an der Losbude des Schützenvereins Alst. Insgesamt 12 000 Lose wurden gezogen, teilweise waren sie schon im Vorverkauf von Haus zu Haus angeboten worden. Der Hauptgewinn, ein Fahrrad, ging an Georg Tauber, den amtierenden König der Alster.

Der Schützenverein Ostendorf kümmerte sich um das Essen und Getränke im vereinseigenen Pup. Selbst Diakon Ralf Laumann fasste beim Zubereiten der Pommes mit an. „Es macht einfach Spaß mitzuerleben, wie sich alle engagieren“, meinte er.

Die Schützen aus Haltern taten im Pavillon etwas gegen den Durst und die Dörfer luden traditionell zur Weinstube ein. Oktoberfeststimmung herrschte auch im „Hofbräuhaus“ der Kolpingsfamilie. Die Freiwillig Feuerwehr versorgte die Gäste mit einer deftigen Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Besonders anerkannt wurde seitens der Veranstalter, dass sich das Horstmarer Altenheim beteiligte. Seine Pilzpfannen waren der Renner. Insgesamt 130 Kilogramm Kartoffeln hatten die Landfrauen geschält, die sie dann als Reibeplätzchen anboten.

Der Kindergarten erfreute die Jüngsten mit einem Schminkstand. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Blickband, der Spielmannszug und die Stadtkapelle. Pausenlos drehte der Gertrudisexpress, die Bimmelbahn der Pfarrgemeinde, ihre Runden durch das Dorf. Insbesondere auswärtige Besucher nutzten die Gelegenheit, auf diese Weise den Ort kennenzulernen.

„Angeln könnte meine Leidenschaft werden“, stellte Inge Arning fest, die versuchte möglichst viele gelbe Enten am Stand des Kirchenchores an den Haken zu bekommen.

Geschick und Treffsicherheit waren am Stand „Hau den Lukas“ des landwirtschaftlichen Ortsvereines gefragt. Zu den Experten, die die höchste Stufe dort erreichten, gehörten Lukas Denkler, Josef Denkler und Alexander Blömer.

„Beisammensein ist göttlich. Es gab viele gute Begegnungen und das sind tolle Erfahrungen“, fasste Pastor Dhaman Karanam seine Eindrücke der beiden Tage zusammen. Viele interessierten Besucher interessierten sich für das Hilfsprojekt „Spandana HoLe“ sowie für die Verwendung der Spenden für Arme und Hilfsbedürftige in Indien.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6895301?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F
Nachrichten-Ticker