Sprechstunde mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Rathaus
Bürger suchen das direkte Gespräch

Horstmar -

Zu einer Bürgersprechstunde weilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Einladung des CDU-Ortsverein im Historischen Rathaus in Horstmar. Vorsitzender Hermann ten Winkel freute sich über das rege Interesse der Bevölkerung.

Montag, 09.09.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 16:34 Uhr
CDU-Ortsvorsitzender Hermann ten Winkel (2.v.r.) hatte den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Bürgersprechstunde ins Historische Rathaus nach Horstmar eingeladen. Mehrere Interessierte nutzten das Angebot.
CDU-Ortsvorsitzender Hermann ten Winkel (2.v.r.) hatte den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Bürgersprechstunde ins Historische Rathaus nach Horstmar eingeladen. Mehrere Interessierte nutzten das Angebot. Foto: fn

Teilnehmer waren auch aus Nachbarorten gekommen. Sie nutzten die Gelegenheit, Neues aus der Politik zu erfahren, aber auch persönliche Probleme anzusprechen.

„Einfach mal einer kompetenten Person meine Situation zu schildern und mögliche Hilfen zu erfahren,“ begründete die Mutter einer schwerstbehinderten Tochter ihre Teilnahme. Ein weiterer Besucher bemängelte das bürokratische und aufwendige Verfahren bei der Beschaffung von Heil- und Hilfsmitteln. So fand dann die Diskussion teilweise auf sehr privater Ebene , teilweise sogar im Vier-Augen-Gespräch statt.

Die Pflege alter und kranker Menschen, egal ob zu Hause, in der Kurzzeitpflege oder in Altenheimen, war ein weiteres zentrales Thema in der Runde. Der Bundesgesundheitsminister verdeutliche seine Bemühungen, den Pflegekräftemangel zu beseitigen. Zum Januar 2019 kam das Sofortprogramm-Pflege beziehungsweise Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zur Finanzierung 13 000 neuer Stellen in der stationären Altenpflege heraus. In den Krankenhäusern wird danach jede zusätzliche Pflegestelle finanziert. Ab dem Jahr 2020 würden die Kosten für die Pflege aus den Fallpauschalen herausgelöst und gesondert finanziert, erläuterte Spahn.

Vorgesehen sei die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen (Kardiologie, Unfallchirurgie, Geriatrie, Intensivmedizin). Die Rahmenbedingungen für den Pflegeberuf würden durch bessere Bezahlung, mehr Ausbildungsplätze und Anwerbung von ausländischen Pflegefachkräften verbessert.

Die Teilnehmer an der Bürgersprechstunde, die teilweise aus Pflegeberufen kamen, nahmen die Ausführungen wohlwollend zur Kenntnis.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6914057?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F
Nachrichten-Ticker