Entwicklung Horstmars steht im Fokus eines Vortragsabends
Von der Herrschaft zum Amt

aja Horstmar -

Der Arbeitskreis „Kulturraum Scopingau“ lädt zusammen mit der Stadt Horstmar und dem örtlichen Heimatverein am 5. November (Dienstag) um 19 Uhr zu einem Vortragsabend ins Pfarrheim Borchorster Hof ein. Dr. Christof Spannhoff wird zum Thema „Von der Herrschaft zum fürstbischöflichen Amt. Die Entwicklung von Stadt und Amt Horstmar im Mittelalter“ sprechen. Das geht aus dem Einladungsschreiben der Veranstalter hervor.

Mittwoch, 23.10.2019, 18:00 Uhr
Wie die Karte zeigt, ist der Scopingau Teil der einstigen Herrschaft Horstmar. Daher dürfte der Vortragsabend auch für Heimat- und Geschichtsfreunde aus den Gemeinden Laer, Schöppingen, Metelen und Wettringen interessant sein, so die Gastgeber.
Wie die Karte zeigt, ist der Scopingau Teil der einstigen Herrschaft Horstmar. Daher dürfte der Vortragsabend auch für Heimat- und Geschichtsfreunde aus den Gemeinden Laer, Schöppingen, Metelen und Wettringen interessant sein, so die Gastgeber.

Der Referent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster. Im Fokus seines Vortrages wird der mittelalterliche Entwicklungsgang des fürstbischöflichen Amts Horstmar, zu dem der gesamte Bereich des Gebietes Scopingau und der münsterischen Bischofsresidenz Horstmar gehörte. In der älteren Forschung wurde gerne eine direkte Linie von der erstmals 838 erwähnten Landschaft „Scopingus“ zum späteren fürstbischöflichen Amtsbezirk gezogen. Spannhoff wird diesem Prozess nachspüren und ihn kritisch auf der Grundlage neuerer Forschungserkenntnisse begleiten. So wird gefragt werden müssen, was man überhaupt unter dem 838 genannten „pagus Scopingus“ verstehen muss und wie man sich die herrschaftlichen Strukturen der Region im 10. und 11. Jahrhundert vorzustellen hat.

Zudem ist zu klären, wie die spätere „Herrschaft“ der Horstmarer Edelherren entstanden ist, wie sich die Siedlung „Hurstmere“ (11. Jahrhundert) im Umfeld der Burg zur Stadt entwickelte und wie aus der Herrschaft Horstmar schließlich das gleichnamige fürstbischöfliche Amt wurde. Dabei gilt es auch, sich näher mit Begriffen auseinanderzusetzen: Was ist überhaupt im Mittelalter eine Herrschaft, ein Wigbold, eine Stadt oder ein Amt? In diesem Kontext soll auch die Frage aufgeworfen werden, was die Horstmarer im Jahr 2019 im Zuge des Jubiläums „750 Jahre Stadt Horstmar“ überhaupt genau feiern konnten, heißt es der Pressemitteilung der Gastgeber weiter. Anders gefragt: „War Horstmar im Jahr 1269 schon eine Stadt?“, wie Heinrich Börsting in seiner Geschichte der Stadt vermutet.

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