Barrierefreie Umgestaltung des Kirchplatzes von St. Gertrudis geht wie geplant voran
„Menschen in die Mitte“

Horstmar -

Die Arbeiten zur barrierefreien Umgestaltung des Kirchplatzes von St. Gertrudis gehen voran. Wie Bürgermeister Robert Wenking in einem Gespräch erklärt hat, liegen sie im vorgesehenen Zeitplan. Im Rahmen der Baumaßnahmen soll die Aufenthaltsqualität auf und rund um den Kirchplatz verbessert werden. Das hätte sich die Bürgerschaft gewünscht, berichtet der Verwaltungschef.

Dienstag, 05.11.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 13:52 Uhr
Die Verlagerung des 36 Tonnen schweren Findlings ist ebenfalls Bestandteil des Maßnahmenprogramms und der Förderung.
Die Verlagerung des 36 Tonnen schweren Findlings ist ebenfalls Bestandteil des Maßnahmenprogramms und der Förderung. Foto: fn

„Bisher liegen wir hinsichtlich der barrierefreien Umgestaltung des Kirchplatzes im Zeitplan“, erklärt Bürgermeister Robert Wenking auf Anfrage dieser Zeitung. Der Wunsch dazu sei aus der Bevölkerung gekommen. Die Stadt habe sich dann mit der Kirchengemeinde St. Gertrudis als Eigentümerin zusammengesetzt und überlegt, wie die geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 681 000 Euro gemeinsam geschultert werden können.

Da es das Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier“ gibt, hat die Verwaltung dann einen Förderantrag formuliert. Diesen hat der Rat mit Zustimmung des Kirchenvorstandes einstimmig erfolgreich auf den Weg gebracht. So hatte die Stadt bereits am 10. Dezember 2018 einen Förderbescheid über 564 000 Euro erhalten. Für die Kirchengemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 54 000 Euro. Die Stadt muss 63 000 Euro zahlen.

Ziel der Gesamtmaßnahme sei es zudem die Aufenthaltsqualität auf und um den Kirchplatz zu verbessern, erläutert der Bürgermeister weiter. Den Förderantrag habe man deswegen mit „Menschen in die Mitte“ überschrieben. Geplant sei, wieder Veranstaltungen rund um die Kirche stattfinden zu lassen.

„Der Rat hat auch beschlossen, ein Teilstück der Königstraße (vom Rathaus bis zur Stadtverwaltung) zu sperren, damit im Sommer Tische und Stühle auf die Straße gerückt werden können, erklärt der Verwaltungschef weiter. Die sechs an der Königstraße wegfallenden Parkplätze werden hinter der Stadtverwaltung werden auf eine städtischen Grundstücksfläche verlegt und zusammen mit den dort bereits existierenden Stellflächen auch barrierefrei neu angelegt.

Zur Baumaßnahme gehören die Verlegung von barrierefreiem Pflaster, die Anlegung größerer Grünflächen mit Raseneinsaat um die Lindenbäume, die Anbringung von Fahrradständern, Sitzbänken, mobilen Wind­schutzwänden sowie einer Elek­troverteilstation. Die Verlagerung des Findlings ist ebenfalls Bestandteil des Maßnahmenprogramms und der Förderung.

„Der Stein ist vor Jahren beim Kanalbau anlässlich der Erschließung des Gewerbegebietes gefunden worden“, erinnert sich der damalige Bauamtsleiter Werner Kestermann. Das zirka 36 Tonnen schwere Exemplar wurde zunächst auf dem Spielplatz an der Eichendorffstraße Ecke Bahnhofstraße gelagert.

Die Gesamtkosten für den Transport zum Kirchplatz sowie die Flächenbefestigung betragen 14 000 Euro, die in den Gesamtkosten enthalten sind.

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