Mobilitätsausschuss hat Geschwindigkeitsanzeigen an den Ortseingängen aufstellen lassen
Smileys erziehen den Autofahrer

Horstmar/Leer -

Runter vom Gas: Die Gemeinde hat an den Ortseingängen Geschwindigkeits-Messanlagen aufgestellt.

Dienstag, 12.11.2019, 16:00 Uhr
Der grüne Smilley signalisiert dem Autofahrer, dass alles in Ordnung ist.
Der grüne Smilley signalisiert dem Autofahrer, dass alles in Ordnung ist. Foto: Neugebauer

An den Ortsteingängen Bahnhof­straße, Eggeroder Straße, Dorfstraße und Halterner Straße hat die Stadt Horstmar jetzt Geschwindigkeitsanzeiger aufgestellt. „Der Mobilitätsausschuss, ein Unterausschuss des Stadtrates, hat beschlossen, die Tafeln anzuschaffen und fest zu installieren,“ berichtet der Leiter des Fachbereichs ordnende und soziale Leistungen, Georg Becks. Das Gremium sei der Auffassung, dass Radargeschwindigkeitsanzeigen ein großartiges Mittel seien, die Verkehrssicherheit sichtbar zu erhöhen. So sollten motorisierte Verkehrsteilnehmer auf Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit hingewiesen werden, so Becks.

Ein grünes, freundlich dreinblickendes Smiley zeigt an, dass alles in Ordnung ist. Ein roter Smiley mit bösem Gesichtsausdruck warnt, wenn der Autofahrer zu flott unterwegs ist. Außerdem wird die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Das zeigt bei den meisten Verkehrsteilnehmern seine Wirkung und sie nehmen den Fuß vom Gas. Soziale Kontrolle ist ein anderer Aspekt, der darauf beruht, dass andere Menschen die eigene Geschwindigkeit sehen können. Da Geschwindigkeitsdisplays nicht genutzt würden, um den Fahrer zu strafen, sondern ausschließlich zur Erziehung dienten, genössen diese erfahrungsgemäß in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz, erläutert Georg Becks. Verglichen mit gewöhnlichen Verkehrsschildern gäbe es auch keinen Gewöhnungseffekt, da sich das Gehirn nur sehr schwer an die blinkenden, sich verändernden LEDs gewöhnen könne. Anwohner an den Straßen, an denen die Anlagen installiert worden, konnten bereits eine deutliche Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten feststellen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Anlagen nicht wieder gestohlen werden, wie es bereits bei zwei Exemplaren der Fall war.

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