Schottergärten Thema im Ausschuss
Stadt appelliert an die Vernunft

Horstmar -

Die Stadt Horstmar will das Anlegen von Schotter- oder Steingärten nicht verbieten. Vielmehr will sie an die Vernunft der Menschen appellieren, sich freiwillig dagegen zu entscheiden. Die Verwaltung plant auf Anregung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses die Herausgabe eines entsprechenden Flyers.

Dienstag, 26.11.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 16:16 Uhr

Bündnis 90/Die Grünen hatten einen Antrag auf Aufnahmen von besonderen textlichen Festsetzungen in Bebauungsplänen gestellt. Dieser beinhaltete im Kern das Verbot des Anlegens von Schottergärten. Bürgermeister Robert Wenking hielt die Durchsetzung dieses Verbotes in der Praxis für sehr problematisch.

Nach ausgiebiger Diskussion während der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses kam man überein, an die Vernunft der betroffenen Gartenbesitzer zu appellieren und kein absolutes Verbot auszusprechen.

Das Anlegen von Vorgärten mit Schotter, Kies und Splitt gelte als Modeerscheinung. Die Vorgärten lüden nicht zum Verweilen ein und seien ökologisch wertlos und wenig nachhaltig. Durch die Verwendung von Flies und Folienabdeckung verarme das Bodenleben und die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren, vor allem bei den Insekten, würde stark reduziert, hieß es während der Diskussion im Ausschuss.

Auch die Hoffnung auf Arbeitserleichterung und Zeitersparnis erfülle sich nicht. Diese und weitere Gründe gegen das Anlegen von Schotterbeeten sollen den Bürgern jetzt vor Augen geführt werden. Die Stadt plant auf Anregung des Ausschusses die Herausgabe eines entsprechenden Flyers.

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