Musikschul-Ensembles zeigen großes Variationspotenzial verschiedener Stile
Ein festliches Adventskonzert

Horstmar -

Während es draußen regnerisch und windig zuging, herrschte in der St.-Gertrudis-Kirche vorweihnachtliche Stimmung. Die Musikschule unter dem Dach des Kulturforums Steinfurt lud zu ihrem Adventskonzert ein, das unterschiedliche Ensembles gemeinsam mit Gastmusikern bestritten. Groß war die Bandbreite der Musikstile, die sich hier eindrucksvoll entfalteten, ebenso heterogen die Altersstruktur der auftretenden Instrumentalisten.

Dienstag, 10.12.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 09:52 Uhr
Zum Schluss spielten alle Ensembles gemeinsam als großes Orchester. Die Klänge des Akkordeon-Ensembles kontrastierten das bassdominierte Programm. Sinan Pismis, Lisa Schaffhauser und Max Renkhoff spielten an den Saxofonen.
Zum Schluss spielten alle Ensembles gemeinsam als großes Orchester. Die Klänge des Akkordeon-Ensembles kontrastierten das bassdominierte Programm. Sinan Pismis, Lisa Schaffhauser und Max Renkhoff spielten an den Saxofonen. Foto: Nix

„Viele Musiker spielen heute erstmalig vor größerem Publikum“, sagte Diplom-Musikpädagoge Michael Gantke, der die Darbietung musikalisch leitete. Adventliche und weltliche Werke standen auf dem Programm. Die Mitglieder des Blechbläserensembles „Spirit of Brass“ starteten mit einem Marsch von Henry Purcell in den Abend.

Sogleich wurde es weihnachtlich, als das Trio Lisa Schaffhauser, Max Renkhoff und Sinan Pismis an den Saxofonen das Kirchenlied „Lobt Gott ihr Christen“ anstimmte. Etwas komplexer dann die dreisätzige Sonate F-Dur für drei Flöten und Klavier von Alessandro Scarlatti. Die Querflötistinnen brillierten mit ihrem gut aufeinander abgestimmten, harmonischen Spiel.

Virtuos war die Leistung von Julia Blasczcyk am Klavier, die den „Kanon in D“ von Johann Pachelbel zu Gehör brachte. Die Komposition hat ruhig-romantische und schnell-fröhliche Passagen. Die Pianistin fing das Spannungsfeld der Stimmungen sehr schön ein und erntete begeisterten Beifall.

Hanna-Kristine Schilligmann ließ mit einem Stück von Jean-Baptiste Lully aufhorchen. Ihr Saxofonspiel war sauber, klar, akzentuiert, mit einem Wort virtuos. Jeder, der einmal versucht hat, diesem Instrument wohlklingende Töne zu entlocken weiß, wie viel Technik, Konzentration und Einfühlungsvermögen das erfordert.

Klanglich stach auch das Akkordeonensemble hervor, das neben dem Adagio for Strings von Samuel Barber auch den „Novitango“ von Astor Piazzolla interpretierte.

Gegen Ende des Konzertes betraten immer mehr Einzelformationen gleichzeitig die Bühne. Für den Arrangeur eine Herausforderung, wie Gantke betonte. Das „Tutti Ensemble“ spielte „O little town of Bethlehem“, ein seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in den USA sehr beliebtes Weihnachtslied. Auch Berühmtheiten wie „King“ Elvis Presley, der Nobelpreisträger Bob Dylan und das Golden Gate Quartett nahmen es in ihr Repertoire auf.

Mit dem Traditional „O come, all ye faithful“ verabschiedeten sich das Akkordeon-, Blechbläser-, Blockflötenensemble und die Mitglieder des Sinfonieorchesters schließlich gemeinsam.

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