Bürgermeister Wenking zeichnet Heinz Herdt und Jürgen Schmidt mit neuer Münze in Gold aus
„Die Ehrungen stehen für Sie alle“

Horstmar -

Heinz Herdt und Jürgen Schmidt verlieh Bürgermeister Robert Wenking während des Neujahrsempfangs (r.) im „Holskenbänd“ die Ehrenmünze in Gold der Stadt Horstmar. Beide Männer haben sich durch ihr vielfältiges Engagement um das Allgemeinwohl vor Ort verdient gemacht, wofür der Gastgeber ihnen dankte.

Montag, 13.01.2020, 17:00 Uhr
Für die musikalische Unterhaltung während des Neujahrsempfangs sorgte die Stadtkapelle.
Für die musikalische Unterhaltung während des Neujahrsempfangs sorgte die Stadtkapelle. Foto: abi

Die Horstmarer verstehen es zu feiern. Das zeigte sich während des Neujahrsempfangs, zu dem Bürgermeister Robert Wenking zahlreiche Vertreter von Vereinen, Verbänden sowie Institutionen am Sonntagmittag im „Holskenbänd“ begrüßte. Befragt nach den persönlichen guten Vorsätzen, wie beispielsweise „mehr Sport treiben“, „gesünder ernähren“, „nicht mehr rauchen“, brach bei „weniger trinken“ Gelächter aus. „Natürlich nicht gerade heute“, schmunzelte der Gastgeber, der den Besuchern schließlich nicht die Sekt-, Bier- und Redelaune verderben wollte. Vielmehr ging es dem Bürgermeister darum, allen Ehrenamtlichen auch im Namen des Rates ausdrücklich für ihren vielfältigen Einsatz zugunsten der Stadt zu danken.

Beispielhaft für alle, die sich in Horstmar und Leer freiwillig und unentgeltlich für das Allgemeinwohl einsetzen, zeichnete der Erste Bürger zwei Männer aus, deren Namen aus der jüngeren Stadtgeschichte nicht mehr wegzudenken sind. So erhielten Heinz Herdt und Jürgen Schmidt die neue Ehrenmünze der Stadt in Gold verliehen. Ihrer Auszeichnung lag jeweils ein einstimmiger Ratsbeschluss vom 10. Oktober 2019 zugrunde.

Wie der Bürgermeister erläuterte, seien die entsprechenden Anträge jeweils aus den Vereinsvorständen der beiden Jubilare gekommen. Doch die Ratsmitglieder und die Verwaltungsspitze seien deren Wünschen sehr gerne gefolgt.

Seit 60 Jahren Chormitglied, von 1978 bis 1993 Vorsitzender des MGV, seit 2011 Ehrenvorsitzender und Co-Dirigent, zählte der Festredner die Verdienste von Heinz Herdt auf, die bereits die Sängergemeinschaft gewürdigt habe. Doch der 80-jährige gebürtige Burgmannstädter hat sich von 1975 bis 1979 auch im Rat und seinen verschiedenen Ausschüssen engagiert. „Er ist bis heute treuer Besucher und Zuhörer der Ratssitzungen. Allein dieser Umstand wäre schon eine Würdigung wert“, bewunderte der Laudator das Durchhaltevermögen des Mannes, der seit vielen Jahren auch als profunder Stadtführer Besuchergruppen durch die Jahrhunderte der historischen Altstadt führt und sich als Autor verdient gemacht hat.

Nach dem Buch „Horstmar auf einen Blick“, das 2005 heraus kam, folgte sein größtes Werk namens „Horstmar von A-Z“ im Jahr 2014, das Wissenswertes von Gestern und Heute enthält. „Ein besonderer Band, der uns ein vertiefendes Verständnis unserer Heimatstadt Horstmar vermittelt“, lobte Wenking das Ergebnis jahrelanger Recherchen in Archiven, Interviews und Gesprächen mit zahlreichen Bürgern, die zum Teil bereits verstorben seien. „Für mich ist es ein tolles Nachschlagewerk“, betonte der Bürgermeister.

Ganz der Musik verschrieben hat sich Jürgen Schmidt, der seit fast 33 Jahren dem Vorstand des Ortskulturrings als Kassierer angehört, seit Jahrzehnten die Orgel in der Evangelischen Kirche spielt und über 27 Jahre lang den Dirigentenstab bei der Stadtkapelle geführt hat. Als „Glücksfall für die Stadtkapelle“ und „Maestro“ wurde der erfolgreiche und beliebte Kapellmeister gerade zum „Ehrendirigenten“ ernannt. Ob bei Schützenfesten, besonderen Stadtfesten, Jubiläen und sonstigen Anlässen, die Kapelle repräsentiere die Stadt auch außerhalb der Stadtmauern, gab der Bürgermeister zu bedenken, dass alles das ein guter und angemessener Anlass für die Würdigung durch die Stadt sei.

Gerührt zeigten sich die beiden Geehrten, die dem Rat, den Antragstellern, ihren Vereinen und Mitstreitern, besonders aber ihren Frauen Margret und Heidrun dankten. Immerhin hätte diese ihnen stets den Rücken frei gehalten und dadurch ihr Engagement erst ermöglicht.

„Die Ehrungen stehen für Sie alle“, wandte sich der Gastgeber an die große Runde. „Sie und Ihr seid die Multiplikatoren, auf die es ankommt“, dankte der Bürgermeister, der die Gelegenheit nutzte, auf das bereits Erreichte zurückzublicken und einen Blick auf die künftigen Projekte, Maßnahmen und Ziele der Stadt zu richten.

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