Anni Füchter bekommt den Oscar 2020 für die besten Altweiberfeiern der Kfd in Leer
Tina Turner rockt die Narrenbühne

Horstmar-Leer -

Viel Spaß hatten die Besucherinnen der Weiberfastnachtsfeier der Kfd Leer bei Selker. Dort erlebten die Besucherinnen ein Programm der Superlative. So kam sogar das Prinzenpaar. Anni Füchter erhielt den Oscar 2020 für die besten Altweiberfeiern.

Freitag, 21.02.2020, 15:20 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 15:02 Uhr
Impressionen der Weiberfastnachtsfeier der Kfd Leer (v.l.oben): Als Engel traten die Mitglieder des Kfd-Teams auf. Auch das
Impressionen der Weiberfastnachtsfeier der Kfd Leer (v.l.oben): Als Engel traten die Mitglieder des Kfd-Teams auf. Auch das

Das Dorf hat eine neue Ordensträgerin. Unter dem Beifall von beinahe 100 Närrinnen im bunt geschmückten Saal der Gastwirtschaft Selker erhielt Anni Füchter den Oscar 2020 für die besten Altweiberfeiern, dazu auch noch etwas zum Spülen der trockenen Kehle.

„Du hast Dich seit Dezember um das bunte Programm und die Aktiven gekümmert“, begründete Kfd-Vorsitzende Agnes Telgmann die Ordensverleihung. Auch sie erhielt eine Auszeichnung, nämlich die des Prinzen Lennard I. und der Prinzessin Kaja I. vom Leerer Cliquen-Karneval, der mit seinem Gefolge der Narrenschar einen Besuch abstattete.

 

Auszeichnung

Das ganze spielte sich ab bei Weiberfastnacht der Kfd, die zu den Höhepunkten des Leerer Karnevals gehört. Mit viel Charme und Witz führte Teamsprecherin Agnes Telgmann (Alst) durch das Programm, unterstützt von ihrem Team, diesmal komplett in Engelkostümen. „Als Engel kennt man uns im Dorf“, hatte sie auch gleich die Begründung für das Outfit.

Schon bald war die Stimmung auf dem Höhepunkt angelangt. Es wurde gesungen, geschunkelt und gelacht. Stimmungsraketen wurden der Reihe nach abgeschossen. Als Stärkung für die tollen Tage war der Wurstorden gedacht. Bei Kaffee, einem Berliner und Schnittchen hatten die närrischen Weiber zuvor für die notwendige Stärkung gesorgt.

Fromm sind sie, die Leerer Kfd-Frauen und da ist es selbstverständlich, dass sie alle in den Himmel wollen, in dieses „ewige Wellness-Luxus-Paradies“. Doch Erzengel Gabriel checkte an der Himmelspforte die Pluspunkte der Einlassbegehrenden.

Diese begehrten Punkte konnte man erwerben, wenn man der Predigt von Pfarrdechant Johannes Büll aufmerksam gefolgt und nicht eingeschlafen war, regelmäßig die Kirchenzeitung gelesen und das Mütterblättchen ausgeteilt hatte oder Einsatz am Pfarrfest zeigte. Nicht alle durften gleich durch die Himmelspforte gehen, sondern mussten erst noch einen Schnupperkursus absolvieren, so zum Beispiel die Reisefachfrau der Kfd. An der Himmelspforte kontrollierte Agnes Telgmann, die scheinheiligen Frauen wurden von Maria Deitermann, Petra Jöne, Petra Eissing und Monika Gerdes in Szene gesetzt.

Wie Männer so ticken, konnte man von Monika Gerdes erfahren. Nur gut, dass die Frauen unter sich waren, denn sonst hätten sie den Zorn der Männer auf sich gezogen, da sie als weinende, bedauernswerte und schmerzempfindliche „Jammerlappen“ bezeichnet wurden.

Marlies Ahlers berichtete den Gästen im Saal von einem Aufenthalt in einem Hotel in Bonn am Rhein. Die Geräusche aus dem Nachbarzimmer eines jungen Ehepaares ließ etwas erotisches vermuten, doch sie machte nur in aller Ruh für die Reise den Koffer zu.

Hanna und Anna (Anni Füchter und Hanne Wilming) plauderten bei Kaffee und Kuchen über Gott und die Welt, dabei kam auch das Leerer Dorfgeschehen nicht zu kurz. Maria Vorspohl konnte an die Erfolge vergangener Jahre anknüpfen, als sie nach dem Motto der Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ mit einer Rivalin, einer Güllekönigin, in Konflikte kam.

Ein weiterer Höhepunkt des zweistündigen Programmes war das Wachsfigurenkabinett von Andrea. Moderatorin Beate Bühlhof als Putzfrau erweckte die starren Wesen zum Leben und schon waren sie alle zu hören, DJ Özi, Lale Andersen, Andrea Berg, Trude Herr, Andreas Gabelier, Kerstin Ott und die fetzige Tina Turner. Hinter der Maske verbargen sich Anette Deitermann, Agnes Wenning, Hanne Wilming, Ulla Kreimer und Marion Gerdes.

Beim Schlusslied: „Ich bin ein Dorfkind, darauf bin ich stolz, was kann es schöneres geben, als auf dem Land zu leben?“ ging die Polonaise ab durch den Saal.

 

 

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