Karnevalistin Monika Wermelt kommentiert das Leben in der kleinen Bauerschaft aus der Bütt
Prächtige Stimmung in der Alst

Horstmar-Leer -

Auch die Alster Schützen verstehen es, zu feiern. Das zeigte sich während ihres Büttnachmittags bei Meis-Gratz. Dort stiegen bekannte Akteure in die Bütt, die es prächtig verstanden, ihr Publikum zu unterhalten und zum lachen zu bringen. Die Geschehnisse in der kleinen Bauerschaft brachte beispielsweise Monika Wermelt gekonnt auf den Punkt. Für einen wahren Augenschmaus sorgten die „Burgsternchen“ und die „Flummis“.

Dienstag, 25.02.2020, 10:36 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 15:30 Uhr
Tolle Stimmung herrschte beim Karneval der Alster Schützen
Tolle Stimmung herrschte beim Karneval der Alster Schützen

Prächtige Stimmung herrschte beim Karnevalsfest des Schützenvereins Alst. Der Saal der Gaststätte Meis-Gratz war bis auf den letzten Platz gefüllt. Dort wurde gesungen und geschunkelt. Hoch schlugen die Wellen der Begeisterung. Büttreden und der Auftritt der Horstmarer Katharinen-Tanzgarden rundeten das gelungene Programm ab.

Tolle Auftritte

Doch zunächst gab es ein Kaffeetrinken. Das bot den Besuchern genügend Zeit, sich über die Neuigkeiten in der Alst diesseits und jenseits der Bahn, im Alstfeld, in Leer und in der großen weiten Welt zu unterhalten. Der Vorsitzende des Alster Schützenvereines, Michael Telgmann, liebevoll „Michi“ genannt, ernannte das aktuelle Königspaar Georg Tauber und Sarah Lütke Vors­pohl kurzerhand zum Saalprinzenpaar.

Bei einer üppig ausgestatteten Tombola spielte Königin Sarah die Glücksgöttin. Den Hauptpreis, einen wertvollen Frühstückskorb, überreichte König Georg dem ehemaligen Vorsitzenden der Alster Schützen, Dieter Laumann.

Etwas fürs Auge boten die Tanzgarden der Bruderschaft Katharina. Zunächst erfreuten die sechs bis acht Jahre alten „Flummis“ das begeisternd mitgehende Publikum. Anschließend eroberten die neun- bis zehnjährigen „Burgsternchen“ die Herzen ihrer Zuschauer.

Ottilie Rotering bewies in der Bütt, dass sie während ihrer 17-tägigen Reise nach Indien, von der sie gerade erst zurückgekehrt war, die plattdeutsche Sprache nicht verlernt hat. Auch die Plage mit der Verwandtschaft sei geblieben, jammerte sie.

Ein immer wieder gerne gesehener Gast in der Alster Bütt ist Maria Vorspohl. Sie hatte sich die Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ zu eigen gemacht. In der ist sie männlich, ledig und 35 Jahre plus 84 Monate alt. Ein wenig von Mutter verhätschelt, klappte es auch mit einer Loslösegruppe nicht. DJ Chris spielte spontan dazu das Lied von Heintje „Du musst doch nicht um deinen Jungen weinen“.

Über Typen, die in der Gaststätte Meis-Gratz landen, ließen sich Stefan Arning und Martin Vieth aus. So etwa über einen der Sachsen, der bedauerte, keinen Dialekt zu haben. Nachhilfe für die Narren im Saal gab es bei der Erklärung der Unterschiede zwischen Forschung, Religion und Politik. Forschung sei, wenn zwei Männer in einem großen dunklen Saal eine schwarze Katze suchen. Religion sei, wenn zwei Männer in dem dunklen Saal eine Katze suchten, die gar nicht da sei. Politik hingegen sei, wenn zwei Männer in einem düsteren Saal eine schwarze Katze suchten, die gar nicht da sei und plötzlich der eine rufe, dass er sie habe. Das Duo berichtete auch vom kleinsten Viehtransporter der Welt: einem Streifenwagen. Begründung: Vorne sitzen zwei Bullen und hinten die „arme Sau“, die mitmuss.

Das ist schon erstaunlich, was in der kleinen Bauerschaft alles passiert. Monika Wermelt hatte sich wie in den Jahren zuvor eifrig Notizen darüber gemacht. Sie berichtete von der ersten gefallenen Frau in der Alst, als während des Gottesdienstes in der Friedenskapelle ihr Stuhl plötzlich zusammenkrachte. „Im April/Mai wurde in der Stadt Horstmar der Klimanotstand im Rat beschlossen, mit Umsetzungen für CO2-Reduzierung“, erinnerte sich die Büttenrednerin. Diese werde bereits seit Juli schon in der Alst umgesetzt. Da wurde doch bei Monika Laumanns 50. Geburtstag das Auto durch eine top ausgerüstete, gepolsterte, mit Türstempel versehene Schiebkarre als Taxi für die Heimfahrt zur Verfügung gestellt. Stehende Ovationen gab es am Ende für Monika Wermelt. Niemand mag sich vorstellen, dass sie ihre Ankündigung wahr macht, demnächst nicht mehr aus der Bütt über das Leben in der Alst zu berichten.

 

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