Debatte im Fachausschuss über Sicherheit der Pausenhöfe in Horstmar und Leer
Mehrheit will Schulen einzäunen

Horstmar -

Die Mehrheit des Schulausschusses hat sich während der jüngsten Sitzung für eine Einzäunung der Schulhöfe in Horstmar und Leer aus Sicherheitsgründen ausgesprochen. Damit folgte sie der Empfehlung der Verwaltung, die dies im Zusammenhang mit den vorgesehenen Baumaßnahmen vorgeschlagen hat. Die SPD votierte dagegen. Das letzte Wort in dieser Frage hat der Rat, der am Donnerstag (12. März) tagt.

Freitag, 06.03.2020, 17:53 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:32 Uhr

Die SPD-Fraktion hätte gerne noch weiter beraten, doch die CDU-Fraktion sah dringenden Handlungsbedarf. Mit ihrer Mehrheit empfiehlt sie dem Rat, der am kommenden Donnerstag (12. März) tagt, der Einzäunung der Schulhöfe in Horstmar und Leer zuzustimmen. Diese Maßnahme hatte die Verwaltung dem Schulausschuss vorgeschlagen, der sich während seiner Sitzung am Donnerstag mit der Thematik befasste.

Wie Bürgermeister Robert Wenking begründete, gibt es schon seit längerer Zeit Ärger mit den Nachbarn der Schulen, die sich über abendlichen und nächtlichen Lärm beschwerten. Dass es sogar Brandstiftungen, Vandalismus und Drogen gibt, bestätigte die Kommissarische Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule, Claudia Geldermann. Wie sie erklärte, nähmen auch die Beschwerden der Hausmeister zu, die morgens den Müll, wie beispielsweise leere Bier- und Wodkaflaschen, auf den Pausenhöfen einsammeln müssten.

Grundsatzentscheidung

„Als Schulausschuss haben wir die Aufgabe für die Sicherheit der Schüler zu sorgen“, befand die Ausschuss-Vorsitzende Petra Raus, die auf eine grundsätzliche Entscheidung drängte.

Bereits der Arbeitskreis für den Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Leer hatte angedacht, den örtlichen Schulhof im Zuge der Baumaßnahmen auf Dauer mit einem 1,80 Meter hohen Doppelstabmattenzaun in Anthrazit mit passenden Toren und Türen sowie einer Buchenhecke zu versehen. Zudem solle dieser nachts beleuchtet werden. Das empfiehlt die Verwaltung auch für den Pausenhof in Horstmar. Das könne im Zuge des Neubaus der Toiletten und der Klassenräume geschähen. Dort gäbe es ähnliche Straftaten wie in Leer, hieß es. Wie aus einer Verwaltungsvorlage hervorgeht, muss der Hausmeister in Leer abends die Nestschaukel vom Spielplatz hinter der Schule abhängen, damit diese nicht die Jugendlichen anlockt, die dort besonders in den Sommermonaten nachts und abends lärmten. In der Vergangenheit habe es auch immer wieder Glas- und andere Sachschäden am Gebäude und Graffitis an verschiedenen Wänden gegeben, die nur unter hohem Aufwand entfernt werden könnten. Meistens ohne Ermittlung der Täter, bedauere der Bürgermeister. Er empfahl, den Besuchern des Jugendtreffs, der sich an der Grundschule in Leer befindet, für die Nutzung der Skateranlage einen Schlüssel zu geben, mit dem sie lernen müssten, eigenverantwortlich umzugehen.

Wie dieser „Schlüsseldienst“ funktionieren soll, wollte Sozialdemokratin Inge Kellers-Hinkers wissen. Sie und ihr Fraktionskollege Guido Over sprachen sich gegen die Einzäunung der Schulhöfe aus. „Damit wird das Problem verlagert, aber nicht gelöst“, erklärte der Sozialdemokrat. Für eine jugendgerechte Kommune sei das das falsche Signal, stimmte seine Parteigenossin ihm zu, die fragte, wo die Jugendlichen denn bleiben sollten. Dass diese den Dorfpark nutzen könnten, entgegnete der Bürgermeister, der allerdings auch einräumte, dass Jugendliche sich nur schwer lenken ließen.

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