Milchhof Oskamp erweitert zum Unverpacktladen
Plastikfreie Glasbehälter schonen die Umwelt

Laer -

Der Milchhof Oskamp geht neue Wege. Künftig bietet er viele Waren unverpackt an. Kunden dürfen ihre eigenen Transportbehältnisse mitbringen.

Dienstag, 31.03.2020, 15:20 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 17:20 Uhr
Sehen optimistisch der Eröffnung des Unverpacktladens entgegen: Silke Oskamp (l.) und Anna-Maria Werding mit einem „Food Bin“-Lebensmittelspender.
Sehen optimistisch der Eröffnung des Unverpacktladens entgegen: Silke Oskamp (l.) und Anna-Maria Werding mit einem „Food Bin“-Lebensmittelspender. Foto: Nix

Mitten im Grünen, kurz hinter Laer, an der Borghorster Straße liegt der Milchhof Oskamp. Bekannt ist er unter anderem für seine naturbelassenen Käsespezialitäten, hergestellt in traditioneller Handarbeit. Die gibt es im Hofladen zu kaufen. Franz-Josef und Gabriele Oskamp freuen sich über die Erweiterung zum Unverpacktladen.

Wildfleisch

Auch Rind- und Schweinefleisch gibt es jetzt als Tiefkühlware aus eigener Herstellung in Portionen von 500 oder 1000 Gramm. Wildfleisch aus eigenem Revier gehört ebenso zum Sortiment. Ein letzter Schliff wird den Räumlichkeiten noch gegeben, ab dem heutigen Mittwoch (1. April) soll es dann losgehen. Falls die äußeren Umstände es in Zeiten des Coronavirus zulassen, können die Kunden kontaktlos einkaufen.

„Viele Produkte halten wir in sogenannten ‚Food-Bins‘, speziellen plastikfreien Glas-Lebensmittelspendern bereit“, betont Anna-Maria Werding, eine Tochter des Hauses. Sie managt den neuen „Unverpacktladen“ und ist bereits erklärter Fan dieses Systems.

Wann immer es möglich ist, kaufe ich selbst in solchen Geschäften ein.

Anna-Maria Werding

„Wann immer es möglich ist, kaufe ich selbst in solchen Geschäften ein“, sagt sie. Verpackungsmüll gehe gar nicht und solle weitgehend vermieden werden, lautet ihr Credo. Deswegen bringt jeder Kunde seine eigenen Transportbehältnisse mit. Dort hinein füllen die Käufer die Bio-Lebensmittel, auch Produkte wie Nudeln und Eierlikör, die es jetzt aus eigener Herstellung gibt. Für alle, die sich noch nicht mit dem umweltschonenden Trend anfreunden können, gibt es zahlreiche Bio-Produkte auch in herkömmlichen Verpackungen zu kaufen.

Regionalität

Silke Oskamp, Schwiegertochter des Hauses, ist ebenfalls im Laden aktiv. „Regionalität ist ein ganz wichtiger Punkt“, betonen die Oskamps. Was nicht auf dem Hof produziert werden kann, stammt wie beispielsweise der Kaffee aus einer renommierten Privatrösterei in Hohenholte. Zum Käsesortiment gehört Wein, der von einem Rheinhessener Weingut bezogen wird.

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