Marihart besteht Prüfung an der Kirchenmusikschule des Bistums
Organist mit vielen Leidenschaften

Horstmar -

Rafael D. Marihart hat sein Leben der Musik verschrieben. Orgel, Chor und Orchester sind sein Ding. Jetzt hat er an der Kirchenmusikschule des Bistums ein Zertifikat bestanden. Er verrät, dass er auch den Fußball liebt, aber wofür das D. in seinem Namen steht, das bleibt sein Geheimnis.

Mittwoch, 01.04.2020, 22:06 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 16:52 Uhr
Rafael D. Mariharts Herz schlägt für Orgelmusik und Chorgesang ...
Rafael D. Mariharts Herz schlägt für Orgelmusik und Chorgesang ... Foto: Franz Neugebauer

Seinen Zertifikatskursus für Kirchenmusik hat Rafael D. Marihart an der Kirchenmusikschule des Bistums Münster mit sehr gutem Erfolg bestanden. Die Ausbildung dauerte insgesamt 60 Unterrichtsstunden. Die Urkunde, die ihm jetzt überreicht wurde, trägt die Unterschriften von Maria Bubenitschek, Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge, und Ulrich Grimpe, Referat Kirchenmusik jeweils beim Bischöflichen Generalvikariat. Für den Erhalt des Zertifikates musste Rafael D. Marihart eine dreiteilige Prüfung absolvieren.

Chorprobe

Teil eins war eine 45-minütige Orgelprüfung. Teil zwei bestand aus einer kirchenmusikalischen Andacht und Teil drei aus einer Chorprobe. Für die Andacht und die Chorprobe konnte er auf die Kirchenchöre aus Horstmar und Leer zurückgreifen.

Interessant ist die Vita von Rafael D. Marihart. D. steht übrigens für einen weiteren Teil des Vornamens, den er nicht verrät. Der Kirchenmusiker wurde am 3. Februar 1974 in Wien geboren. Die musikalische Begabung wurde ihm gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn sein Vater war Pianisten und Dirigent und seine Mutter Tochter einer Konzertsängerin. Marihart wuchs in Münster auf, machte dort sein Abitur und studierte an der Universität in der Domstadt Musikwissenschaften.

Städtische Bühnen

Seinen beiden Interessensgebieten (Chorleitung und Orchestermanagement) folgend führte ihn sein weiterer Lebensweg an die Städtischen Bühnen in Münster und acht Jahre zu den Nürnberger Symphonikern. Der gebürtige Wiener hat jetzt seine Ausbildung zum Kirchenmusiker abgeschlossen. Er leitet zur Zeit fünf Chöre, dazu gehören die beiden Kirchenchöre in Horstmar und Leer sowie drei weltliche Chöre in Hamm, Nordwalde und Münster.

Schon im Jahr 2015 sei er auf die Stelle in St. Gertrudis angesprochen worden, doch damals habe er sich in der Ausbildung als Kirchenmusiker befunden, erinnert sich Marihart. Seine Anstellung in St. Gertrudis im November 2016 ist letztendlich auf seine Stellensuche im Internet zustande gekommen. „Die Chemie zwischen Pfarrdechant Johannes Büll und mir stimmte sofort“, blickt Marihart auf das erste Gespräch mit Büll zurück, denn beide hätten die gleiche Art von Humor.

Domizil in Leer

„Wir freuen uns über das Engagement von Herrn Marihart, denn wir profitieren von seinen vielfältigen Erfahrungen. Sie umfassen ein riesiges Repertoire“, freut sich der Pfarrdechant. Marihart hat die Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut und fühlt sich im gesamten Team sehr wohl. Wohl fühlt er sich mit seiner Freundin Cornelia Becken auch in ihrem gemeinsamen Domizil an der Lau­stiege im Ortsteil Leer, das sie im Oktober 2018 bezogen haben.

„Die Kirche muss sich einen neuen Platz in der Gesellschaft suchen. Sie muss zu den Leuten gehen. Sie hat ein umfangreiches Aufgabenspektrum“, skizziert der Kirchenmusiker die Zukunft seines Arbeitgebers. Der neu eingeschlagene synodale Weg könne dazu beitragen. Und noch eines sei erwähnt: Marihart ist begeisterter Anhänger der des münsterischen Fußballvereins SC Preußen.

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