Norbert Wiechers verwirklicht eine neue Idee am Rondell des Bahnhofcafés
Kirchenpfad in Miniaturausgabe

Horstmar -

Eine tolle Idee, die Norbert Wiechers nun in die Tat um setzt: Am Bahnhofscafé in Horstmar entsteht derzeit ein Kirchenpfad.

Montag, 01.06.2020, 15:37 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 14:48 Uhr
Prädikant Alexander Becker (l.) und Pfarrdechant Johannes Büll (r.) nahmen im Beisein von Norbert Wiechers nach einer Andacht den Rohbau für die Miniaturausgabe des Kirchenpfades ab.
Prädikant Alexander Becker (l.) und Pfarrdechant Johannes Büll (r.) nahmen im Beisein von Norbert Wiechers nach einer Andacht den Rohbau für die Miniaturausgabe des Kirchenpfades ab.

Einen Kirchenpfad in Miniaturausgabe wird es bald am Bahnhofscafé in Horstmar geben. Im geistigen Auge des Betrachters führt dieser vom Coesfelder Kreuz über Horstmar, Burgsteinfurt bis nach Rheine. Dabei handelt es sich um eine Idee, die Norbert Wiechers verwirklichen will. Diese ist im April vergangenen Jahres entstanden.

Damals feierten die Quadfahrer aus Burgsteinfurt am Bahnhofscafé einen Sendungsgottesdienst. Zu diesem brachten sie ein einfaches Kreuz mit, das aus zwei Birkenzweigen gefertigt war. Dieses wollte Norbert Wiechers nicht einfach so entsorgen. Deswegen kam ihm der Gedanke, es bei den geplanten Andachten am Rondell des Bahnhofcafés einzusetzen. Weil nicht abzusehen war, wie die Andachten angenommen würden, reichte ein einfaches Kreuz.

Andachten

Die Andachten wurden von mal zu mal besser das Kreuz genau umgekehrt, es wurde von mal zu mal brüchiger. „Für mich war klar, es muss ein neues Kreuz her beziehungsweise gefertigt werden“, sagt Wiechers.

Bei seinen Planungen in den langen Winternächten kam ihm dann auch die Idee für den Kirchenpfad. Der Bahnhof an der „RadBahn“, Coesfeld und Rheine waren die Grundelemente seiner Gedanken. Dabei stand die Frage im Raum, was er mit dem Kirchenpfad an der Radbahn erreichen wolle. Schnell war ihm klar, es sollte ein Infopoint für die Radfahrer werden. Dort könne sich der Radfahrer Gedanken machen, ob es sich lohne, einen Schlenker zur Kirche nach Coesfeld, Horstmar, Steinfurt oder Rheine zu machen. Diese sollten sich dann auf jeweiligen Stelen wiederfinden.

Radbahn

Gedacht hatte Wiechers zunächst an Bahnschwellen für die Stelen. Da diese mittlerweile Sondermüll sind, kamen ihm die guten Beziehungen zum Laerer Sägewerk Berning zugute. Der dortige Chef war auf Anfrage sofort bereit, einen Vierkantbalken aus Eiche kostenlos zur Verfügung zu stellen. Als Dank dafür versprach ihm Wiechers eine Oldtimerandacht.

Der vier Meter lange Balken wurde von der Firma HPR in Horstmar in vier gleichlange Stelen geschnitten. Oben auf die Stelen kamen Witterungsbleche, die auch gleichzeitig für die Anbringung der Infotafeln dienen werden.

Rheine

Was hat es mit diesen vier Infopoints auf sich? Der Hinweis auf Coesfeld lässt sich so erklären: Die Familie Wiechers bekam 1978 vom Pastor Onkel Albert ein sogenanntes Coesfelder Kreuz geschenkt. Dieses hängt nach wie vor im Schlafzimmer des Ehepaares Wiechers. Schnell wurde Norbert Wiechers klar, dass der erste Info-Point ein Coesfelder Kreuz werden sollte. Als geschickter Handwerker baute er es selber aus gewendelten Wellen.

Das Kreuz ist fertig. Es fehlt nun noch der Korpus. Die Befestigungspunkte, die später mal die fünf Wunden darstellen sollen, sind schon angeschweißt worden. In dieser Angelegenheit hat Norbert Wiechers bereits mit dem heimischen Künstler Erich Büscher-Eilert Kontakt aufgenommen, der von der Idee sehr angetan war.

Der zweite Point ist die St.-Gertrudiskirche, die Heimatkirche von Wiechers. Der dritte Point soll die gute Ökumene in Horstmar und Leer darstellen und ist verbunden mit der Evangelischen Kirche in Burgsteinfurt. Der vierte Point sei für Wiechers quasi vorgegeben, es soll die Basilika in Rheine sein. Dort ist Wiechers der Krippenbesuch mit den Kindern in guter Erinnerung geblieben ist. Für die Darstellungen der Kirchengemeinden auf den Stelen ist Wiechers noch auf der Suche nach guten Darstellungsideen. Einige Beschreibungstexte lägen bereits vor. Gesucht werden entweder ein schönes Bild, eine Miniaturausführung der Kirche oder Ähnliches.

Infopoints

Aus Anlass der ersten Andacht erfolgte anschließend die Rohbauabnahme von Prädikant Alexander Becker, Pfarrdechant Johannes Büll und vom Ersteller. Alle fanden die Idee sehr gut.

Am ersten Sonntag im Oktober wird wieder eine Abschlussandacht mit allen Namensgeber der Andachtstation sein. Dann soll der Kirchenpfad komplett fertig sein, kündigt Norbert Wiechers an.

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