Pfarrer feierlich verabschiedet
Dhaman Karanam geht schweren Herzens

horstmar -

13 Jahre lang arbeitete Dhaman Karanam in der Pfarrgemeinde St. Gertrudis. Nun wurde der 57 Jahre alte Priester, der dem Orden des hl. Franz von Sales angehört, verabschiedet. Karanam wird eine neue Stelle in Essen/Oldenburg antreten. Dort mangelt es an Priestern, nachdem die Salesianer die dortige Pfarrgemeinde verlassen hatten. Pfarrer Johannes Büll bedankte sich für die jahrelange sehr gute Zusammenarbeit

Dienstag, 30.06.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 15:28 Uhr
Pastoralreferentin Ursula Lappe (v.l.), Pfarrdechant Johannes Büll, Pfarrer Dhaman Karanam und Prädikant Alexander Becker während des Abschiedsgottesdienstes.
Pastoralreferentin Ursula Lappe (v.l.), Pfarrdechant Johannes Büll, Pfarrer Dhaman Karanam und Prädikant Alexander Becker während des Abschiedsgottesdienstes.

Mit bewegenden Worten nahm der 57 Jahre alte Pfarrer Dhaman Karanam, der dem Orden des hl. Franz von Sales angehört, während der Gottesdienste am Wochenende Abschied von der Pfarrgemeinde St. Gertrudis. Er wird am 1. Juli eine neue Stelle in Essen/Oldenburg antreten. Dort mangelt es an Priestern, nachdem die Salesianer die dortige Pfarrgemeinde verlassen hatten.

Pfarrdechant Johannes Büll bedankte sich im Namen der Pfarrgemeinde für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, für die Hilfe und Freundschaft. Der scheidende, tiefreligiöse und in der Gemeinde beliebte Priester habe insbesondere ein gutes Verhältnis zu den Alten und Kranken der Gemeinde gehabt. Noch genau erinnerte sich Pfarrdechant Büll bei seinem Amtsantritt in St. Gertrudis an die erste Begegnung mit dem Inder, als dieser ihm mit auf den Weg gab: „Ich wünsche dir ein hörendes Herz“.

Als Zeichen der Wertschätzung und des Dankes gab es als Geschenk der Pfarrgemeinde einen Meßkelch. Ein Kreuz mit Durchblick wird zukünftig das Arbeitszimmer des Inders in seiner neuen Heimat schmücken.

Im Namen der kirchlichen Institutionen wünschte Pastoralreferentin Ursula Lappe ein Boot aus Mut, ein Mast aus Vertrauen, ein Segel aus Hoffnung und ein Meer aus Träumen. „Es war für mich im ersten Moment einen große Enttäuschung, als ich hörte, dass ich Horstmar und Leer verlassen soll,“ ließ der Seelsorger die Gemeinde wissen. Nach vielen quälenden Fragen habe er sich den Spruch zu eigen gemacht: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Für ihn bleibe der Spruch der Gleiche: Wie Gott will. Und so habe er sich dem Wunsch der Oberen gefügt.

Insgesamt 13 Jahre war Pfarrer Dhaman Karanam –mit Unterbrechung – in der Gemeinde tätig. Die Rückkehr nach Horstmar vor drei Jahren habe er Pfarrdechant Johannes Büll zu verdanken, der sich beim Bistum für ihn eingesetzt habe. Man habe ihn von Anfang an herzlich aufgenommen. Viele schöne Begegnungen, Erinnerungen und Feiern seien in seinem Kopf. „Meine Dienste habe ich immer gerne getan,“ blickte Dhaman Karanam zurück. Er sagte aus tiefstem Herzen danke für alle Gespräche, für alles Miteinander und für alle Unterstützung.

Dabei vergaß er neben den kirchlichen Institutionen auch die weltlichen Vereine und Verbände. Sein besonderer Dank galt den großzügigen Spenden im Rahmen des Projektes Spandana HoLe, mit dem er in seiner indischen Heimat vielen Menschen helfen konnte. Organist Rafael D. Marihart hatte sich zum Abschied noch etwas Besonderes einfallen lassen. Er intonierte auf der Orgel der Pfarrkirche beim Auszug das Lied: Muss i denn, muss i denn zum Städele hinaus. Pfarrer Dhaman Karanam lud alle ein, ihn an seiner neuen Wirkungsstätte zu besuchen.

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