Leiterin des Kreis-Klimaschutzamtes referiert vor dem Horstmarer Rat
Wasserstoff mit Windkraft erzeugen

Horstmar -

Umfangreiche Informationen zur Nutzung von Wasserstoff als Energieträger erhielt der Rat der Stadt Horstmar in seiner jüngsten Sitzung. Im Zusammenhang mit dem Stichwort einer nachhaltigen Energiewirtschaft gewinne das Thema Wasserstoff zunehmend an Bedeutung. Bürgermeister Robert Wenking führte in das Thema ein mit der Bemerkung, dass der molekulare Wasserstoff (H2) sowohl im Verkehr als auch bei der Speicherung regenerativer Energien einen entscheidenden Part einnehme.

Donnerstag, 02.07.2020, 17:30 Uhr
Silke Wesselmann erläuterte vor dem Horstmarer Rat die Aktivitäten des Kreises Steinfurt zum Thema Wasserstoff.
Silke Wesselmann erläuterte vor dem Horstmarer Rat die Aktivitäten des Kreises Steinfurt zum Thema Wasserstoff.

 

Silke Wesselmann, Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit beim Kreis Steinfurt und Geschäftsführerin des Vereins Energieland2050, informierte den Rat über die Zukunftsenergie Wasserstoff im Kreis Steinfurt. Dabei betonte sie, dass man bereits seit 2014 im Thema sei und schon seit 2005 die notwendigen Netzwerke aufgebaut habe. Im Jahre 2019 nahm der Kreis am Wettbewerb „Grüner Wasserstoff mobilisiert den Kreis Steinfurt“ teil und sei NRW-Modellregion zur H2-Mobilität.

Zielbild für 2023 sei, dass mit Strom überwiegend aus Bürgerwind-Anlagen, die bald aus der Einspeise-Vergütung fallen, der grüne Wasserstoff in zwei Elektrolyseuren zu 100 Prozent erzeugt werde.

Verteilt mittels Lkw, wolle der Kreis eine Buslinie, eine Bahnstrecke und Tankstellen für Entsorgungs- und Logistikunternehmen, Firmenwagen und landwirtschaftliche Unternehmen wie auch die Wasserstoffbusse der Stadtwerke Münster, Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters und die bereits existierende Wasserstofftankstelle in Münster-Amelsbüren versorgen.

Zur Gewinnung von Wasserstoff sei unter anderem der vom Windpark Schöppinger Berg erzeugte grüne Strom von großer Bedeutung. Bürgermeister Robert Wenking hatte diesen als den größten Stromerzeuger im Kreis Steinfurt genannt. Der Horstmarer Unternehmer Norbert Waltersmann erklärte zum Thema „Sicherer Transport von Wasserstoff mittels LOHC-Technik“, dass der Wasserstoff mit Hilfe eines chemischen Prozesses zum Transport an eine Trägerflüssigkeit gebunden und am Zielort wieder gelöst werde. Diese Flüssigkeit schaffe einen sicheren und nach ersten Forschungsergebnissen auch eine gegenüber dem mit hohem Druck transportierten Wasserstoff wirtschaftlichere Transportalternative. Die Ratsmitglieder waren erstaunt über die umfangreichen Aktivitäten in Sachen Wasserstoff als Energieträger.

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