Stadt richtet eine Grabstelle für Sternenkinder ein
Ort der Trauer und Erinnerung

Horstmar -

Auf dem städtischen Friedhof an der Hagenstiege errichtet die Stadt Horstmar eine Grabstelle für Sternenkinder. So nennt man jene Kinder, die direkt vor oder direkt nach der Geburt versterben. Weil dieser tragische Verlust die Eltern besonders schmerzt, hat der Rat auf Antrag der CDU beschlossen, diesen Ort der Trauer und Erinnerung einzurichten.

Dienstag, 04.08.2020, 18:59 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 16:32 Uhr
Verwaltungsmitarbeiterin Stefanie Leder und Friedhofsgärtner Hubert Berkenbrock haben bereits mit der Umsetzung des Projektes auf dem kommunalen Friedhof begonnen.
Verwaltungsmitarbeiterin Stefanie Leder und Friedhofsgärtner Hubert Berkenbrock haben bereits mit der Umsetzung des Projektes auf dem kommunalen Friedhof begonnen.

Aufgrund eines Antrags der CDU-Fraktion hat der Rat einen Haushaltsansatz zur Realisierung einer Sternenkinder-Grabstelle auf dem städtischen Friedhof an der Hagenstiege beschlossen. Kinder, die vor oder direkt nach der Geburt versterben, werden Sternenkinder genannt. Die Trauer um diesen tragischen Verlust ist für die Eltern besonders groß.

Der Stadtrat möchte den trauernden Eltern die Möglichkeit einräumen, ihre Sternenkinder auf einer Gemeinschaftsgrabanlage auf dem kommunalen Friedhof bestatten zu lassen. „Damit entsteht ein Ort der Trauer und der Erinnerung“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Mit der Umsetzung des Projektes wurde vor einigen Wochen begonnen. Stefanie Leder von der Stadtverwaltung sowie Mitarbeiter des städtischen Bauhofes erarbeiten zurzeit einen Gestaltungsvorschlag, der auf einem eigens dafür vorgesehenen Bereich des Friedhofes umgesetzt wird. „Dieser wird dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss in der nächsten Sitzung vorgestellt“, kündigt Bürgermeister Robert Wenking an, der zudem drauf hinweist, dass Eltern seit 2013 ihre Sternenkinder, das sind Kinder, die direkt vor, während oder nach der Geburt versterben und unter 500 Gramm wiegen, beim Standesamt in das Personenstandsregister eingetragen werden können.

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