Anlieger beantragen die Königstraße wieder zu öffnen
76 Stimmen gegen die Sperrung

Horstmar -

Für eine sofortige Wiedereröffnung der Königstraße sprechen sich 76 Bürger per Unterschriftenliste aus. Diese haben Martin Kestermann und Benedikt Sunke als Anlieger der Kappenberger Straße und der Königstraße an Bürgermeister Robert Wenking übergeben. Um diese Forderung zu unterstützten, reichten sie einen entsprechenden Antrag, der im Rat sowie im Fach- und Mobilitätsausschuss erörtert werden soll, ein.

Mittwoch, 12.08.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 15:51 Uhr
Die Schließung der Königstraße ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Foto: Sabine Niestert
Die Schließung der Königstraße ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Foto: Sabine Niestert

Martin Kestermann und Benedikt Sunke als Anlieger der Kappenberger sowie der Königstraße haben Bürgermeister Robert Wenking einen Antrag, gerichtet an den Rat der Stadt Horstmar, übergeben. Dieser enthält die Bitte, die Königstraße „sofort wieder zu öffnen“. Dem Antrag liegt eine Unterschriftenliste mit 76 Bürgerinnen und Bürgern vor, die diesen Wunsch unterstützen. Begründet wird das Begehren damit, dass „die Königstraße die einzige Straße im Stadtgebiet ist, die den Begegnungsverkehr aufnehmen kann und den Verkehr für die engen Nebenstraßen entlastet“. Die Nebenstraßen seien wegen der Sperrung chronisch überlastet und stellten eine erhöhte Unfallgefahr dar“, so die Antragsteller weiter.

Weil in Horstmar der ruhende Verkehr nicht überwacht werde, kämen zusätzlich die parkenden Autos als Hindernis und Unfallgefahr hinzu. Rettungswege seien nicht gewährleistet. Mit der Öffnung der Postfiliale in der Stadtverwaltung habe sich das Verkehrsaufkommen zudem stark erhöht.

Um aber der Außengastronomie auf der Königstraße in den Sommermonaten nicht im Wege zu stehen, solle es von März bis Oktober, in der Zeit von freitags um 14 Uhr bis montags um 7 Uhr, für individuelle Anlässe eine Sperrung geben. Von November bis Februar könne die Straße generell geöffnet bleiben, schlagen die Antragsteller weiter vor.

Der Bürgermeister erläuterte, dass der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss während seiner Sitzung am 5. September 2019 sowie der Stadtrat in seiner Sitzung am 12. September 2019 nach entsprechender Vorberatung ohne Gegenstimme beschlossen hat, die Königstraße zwischen dem Historischen Rathaus und der Stadtverwaltung auf einem Teilstück zu sperren. Hintergrund dieser Entscheidung sei gewesen, dass nach der Neugestaltung des Kirchplatzes sowie der Anlegung zusätzlicher Parkplätze Raum für Außengastronomie geschaffen werden sollte.

Die Stadt Horstmar habe Wohn- und Geschäftshäuser an der Königstraße sowie an der Münsterstraße erworben, um im Zuge einer Quartiersplanung zukünftig neuen Wohn- und Geschäftsraum sowie Anwohnerparkplätze zu schaffen. Die Sperrung sei ein Schritt dieser Entwicklung. „Allerdings nehmen wir die Sorge und Kritik der Anwohner sehr ernst und werden das Thema sowohl im Rat, im Fachausschuss als auch im zuständigen Mobilitätsausschuss eingehend beraten“, kündigte Wenking an.

In der Sitzung am 25. Juni 2020 hatte der Rat einstimmig beschlossen, ein Verkehrskonzept unter fachlicher Begleitung in Auftrag zu geben. Dieser Bürgerantrag wird in das Konzept miteinfließen. Im Zuge der beschlossenen Sperrung würden die zurzeit aufgestellten Sperrbaken durch Poller ausgewechselt, sobald sie geliefert seien. „Die sind allerdings jederzeit herausnehmbar“, so der Bürgermeister.

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