Neues Notstromaggregat offiziell der Feuerwehr übergeben
Anfassen, einstecken, anschalten

Horstmar -

Die Horstmarer Feuerwehr hat jetzt ein nigelnagelneues Notstromaggregat. Am Montag wurde der rund

14 000 Euro kostende Stromerzeuger durch Bürgermeister Robert Wenking und seinen Allgemeinen Vertreter, Georg Becks, offiziell den Brandschützern übergeben.

Mittwoch, 02.09.2020, 17:10 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 18:00 Uhr
Die Stadt Horstmar hat ein neues Notstromaggregat
Die Stadt Horstmar hat ein neues Notstromaggregat Foto: Matthias Lehmkuhl

Seit 2012 ist das neue Feuerwehrgerätehaus in Horstmar in Betrieb. Damals wurde bereits ein künftiges Notstromaggregat mit eingeplant. Am Montagabend, acht Jahre später, übergaben Bürgermeister Robert Wenking und sein Allgemeiner Vertreter, Georg Becks, eine derartige Stromversorgung an die Feuerwehr der Burgmannstadt.

„Das neue Notstromaggregat hat eine Leistung von 35 Kilovoltampere und ist in der Lage, sowohl das Feuerwehrgerätehaus als auch den Bauhof mit Strom zu versorgen“, zeigte der Leiter der Feuerwehr, Frank Burrichter, auf. „Wenn wir nämlich mal einen Stromausfall haben, betrifft es nicht nur die Wache, sondern eben auch den Bauhof“, so Burrichter weiter.

Bereits das Schneechaos 2005 sei der Stein des Anstoßes gewesen. Nach dem Einzug in die neue Wache habe sich die Feuerwehr erst einmal schlau gemacht und geschaut, welche Leistung überhaupt gebraucht wird. „Wir mussten die entsprechenden Werte zusammentragen, haben dann alles der Verwaltung aufgezeigt und mehrer Alternativen vorgeschlagen“, so Burrichter.

Rund 14 000 Euro hat das 900 Kilogramm schwere fahrbare Gerät der Burgmannstadt gekostet, rechnete Georg Becks nach. Eine Tankfüllung reiche zwölf Stunden bei Volllast, das seien 25 Kilowattstunden. Dann müsse nachgetankt werden, erklärte Werner Gelking aus Metelen, dessen Unternehmen sich hauptsächlich mit dem Handel, der Reparatur und der Wartung von Notstromanlagen beschäftigt. Diese Geräte werden mit Diesel, Heizöl oder Benzin betrieben, „der Kraftstoff, auf dem man während einer Großschadenslage am leichtesten Zugriff hat“, so der Fachmann weiter. Bei diesen Stromerzeugern gehe man davon aus, dass sie nicht länger als 300 Stunden im Jahr laufen werden. Deswegen dürfen diese Geräte mit der Abgasnorm zwei betrieben werden, ergänzte Werner Gelking. „Wir brauchen ein netzautarkes Gerät. Das können wir nicht mit einer Photovoltaik- oder Windkraftanlage betreiben“, begründete Bürgermeister Robert Wenking, weshalb die Stadt Horstmar sich so ein Notstromaggregat zugelegt habe. „Akkus gelten nicht als Notstromversorger, weil keiner voraussagen kann, wie lange lange der Strom ausfällt“, hob Werner Gelking hervor, dass Batterie-Speicher nicht geeignet seien. „Man muss das Gerät anfassen, einstecken und einschalten. Dann muss es sofort laufen.“ Das war auch die Überzeugung des Bürgermeisters: „Wir müssen uns darauf verlassen können. Die gesamte Logistik muss im Krisenfall funktionieren.“

Fachleute sagen voraus, dass aufgrund der steigenden Energieversorgung es zunehmende Stromschwankungen geben wird. Wenking: „Die Netze nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa werden labiler.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7563779?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F
Nachrichten-Ticker