Grüne verteilen Wahlprogramm
„Nicht schlecht, Herr (Grün)Specht“

Horstmar -

Seit zwei Wochen ist das Wahlprogramm „Grünspecht“ der Horstmarer Bündnis-Grünen in Druckform zu haben, und viele ihrer Ratskandidaten haben den Flyer bereits verteilt. Ziel des Horstmarer Ortsverbandes ist es, mehr als die aktuell drei Ratsmandate bei der Kommunalwahl zu gewinnen. Stadtentwicklung und Soziales, Natur und Umwelt, Verkehr und Umwelt sowie Energie und Klimaschutz sind ihre Arbeitsfelder.

Freitag, 04.09.2020, 17:12 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 17:10 Uhr
Die Grünen haben rund 3000
Die Grünen haben rund 3000 Foto: Matthias Lehmkuhl

Das Bündnis 90/ Die Grünen in Horstmar und Leer will bei der Kommunalwahl am 13. September (Sonntag) die seit Monaten hohen Sympathiewerte für die Bundespartei nutzen und ihren Erfolg bei der Europawahl im vergangenen Jahr wiederholen. Mehr als 20 Prozent lautete das Endergebnis damals. Das bedeutet, dass sich die Horstmarer Grünen mit ihren derzeit drei Mandaten im Horstmarer Rat nicht zufrieden geben wollen. „Wir wollen ein oder zwei dazugewinnen“, sind sich Annette Sonneborn, Dr. Dirk Klein-Bölting und Dr. Reinhard Stahl einig.

Seit zwei Wochen ist das Wahlprogramm „Grünspecht“ in Druckform zu haben, und viele Ratskandidaten der Grünen haben den vierseitigen Flyer bereits verteilt. „Wir sind teilweise persönlich bei den Wählern vorstellig geworden und haben sehr viel positive Resonanz von den Bürgern erhalten“, meint Klein-Bölting und ergänzt: „Wir haben in den vergangenen sechs Jahren, wie ich finde, eine gute Ratspolitik gemacht.“ Reinhard Stahl ist schon seit 17 Jahren als Ratsherr in Horstmar tätig und hat festgestellt, dass die Oppositionsarbeit von Jahr zu Jahr schwieriger geworden sei. „Egal welche Anträge wir gestellt haben, vor allem die CDU war grundsätzlich dagegen“, so der Horstmarer Hausarzt.

Die anderen Parteien brüsten sich jetzt im Wahlkampf mit Themen, die die Grünen schon seit Jahren angehen, beanstandet Ratskandidatin Claudia Geldermann. Vier Aufgabenbereiche werden von den Grünen in ihrem Wahl-Grünspecht angesprochen: Stadtentwicklung und Soziales, Natur und Umwelt, Verkehr und Umwelt sowie Energie und Klimaschutz. „Wir wollen, dass jährlich 100 Bäume von der Stadt gepflanzt werden und die Baumschutzsatzung wieder aktiviert wird“, erklärt Reinhard Stahl.

Wie es künftig nicht gemacht werden soll, zeigt Ratskandidat Josef Uphaus auf: „Beim Bau des neuen Kindergartens hat man Tabula rasa gemacht, und es ist nur ein Baum stehen geblieben. Man kann auch so planen, dass viele Bäume erhalten bleiben.“ Wenn es wirklich um Umwelt- und Klimaschutz gehe, werde vieles einfach abgeblockt, findet Norbert Raestrup. Ein wichtiges Thema sei auch die stärkere Unterschutzstellung des Drostenkämpchens. „Seit vielen Jahren verlangen wir die Überplanung des Schulte & Dieckhoff-Geländes. Auf einmal sei es auch Thema, das die CDU für sich entdeckt habe, betont Dirk Klein-Bölting und ergänzt: „Ich habe den Eindruck, dass wir manchmal der Stachel im Fleisch der Etablierten sind.“

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